ISLAND 2016

Mo

16

Mai

2016

Ein neues Abenteuer ...

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Aussen ist der neue Filou fast fertig. Innen fehlt noch einiges. Das Kopfteil der Betten ist nun umgebaut. Noch müssen einige Kabel gezogen werden und die Schubladen- und Schrankeinrichtungen fehlen auch noch.

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Mi

15

Jun

2016

Zusatz-Stauraum

Man merkt schon, dass der Amarok kleiner ist als der SCAM, also muss für eine längere Reise noch eine Dachbox drauf. Die Höhe beträgt auch mit den grossen Beadlock-Rädern immer noch weniger als 3 Meter. Auch mit dem Gewicht sind wir dank der Carbonkabine immer noch im grünen Bereich unter 3.5 t.

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So

26

Jun

2016

Bald geht es los

In einer Woche sind wir bereits unterwegs. Es wird eifrig gepackt und die letzten Mängel beseitigt.

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So

26

Jun

2016

Platz sparen ...

Kleider brauchen unheimlich viel Platz. Das Vakuumiergerät hilft da Platz sparen und so bleibt auf nassen Wanderungen erst noch alles trocken ...

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So

03

Jul

2016

Es geht los!

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Do

07

Jul

2016

Endlich da...

Nicht nur reinrassige Geländefahrzeuge standen in der Warteschlange der Fähre, es hatte auch noch einige Exoten, wie der Trabbi mit Dachzelt oder eine Gruppe von 27 Enten (Döschwo).

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Fr

08

Jul

2016

Ostfjorde

Nach dem Verlassen der Fähre musste noch eingekauft werden, eine Sim-Card musste her, damit der Blog auch gefüllt werden kann. Danach führte die Fahrt in die Ostfjorde, vorbei am entlegensten Snack-Automaten von Europa. Mitten in der Pampa steht 35 km von Egilstadir entfernt das berühmte grüne Häuschen.

Danach geht die Fahrt weiter zum Hafen von Bakkagerdi, wo sich auf einem Vogelfelsen die Papageitaucher tummeln. Nachdem am Donnerstagabend das Wetter zu schlecht war, fuhren wir am Freitagmorgen nochmals hin und hatten mehr Glück.

Danach schlug das Wetter um und wir fuhren im Schneeregen bei 4° C in Richtung Myvatn. Wir hoffen auf besseres Wetter im Norden der Insel.

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Sa

09

Jul

2016

Auf dem Weg in den Norden ...

Riesige Lupinenfelder säumen den Weg in den Norden.

Entspannendes Bad im Myvatn Nature Baths. Am Morgen hatte es noch nicht viele Leute, wir haben es genossen.

Auf dem Weg nach Husavik...

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So

10

Jul

2016

Akureyri

Nun sind wir in der Hauptstadt des Nordens eingetroffen. Der erste Besuch galt natürlich der Top-Eisdiele: Lecker wie immer! Heidy wird von den North 66 - Läden magisch angezogen. Zum Glück schrecken die Preise und die Schilder "Made in China" etwas ab.

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Mo

11

Jul

2016

Besuch in Uppsalir

Wiedersehen nach 5 Jahren: Besuch bei Freyr Ragnarsson im Guesthouse Uppsalir. Freyr ist ein toller Koch. Grillbuffet in Uppsalir.

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Mi

13

Jul

2016

Westfjorde

Nach den zwei Tagen in Uppsalir geht es weiter in Richtung Westfjorde. Erster Anlaufpunkt ist Djupavik und das dahinter liegende Bad Krossnes.

Djupavik mit der alten Heringfabrik ist immer wieder eine Reise wert. Von da an ging es noch weiter in den nördlichsten Zipfel der Westfjorde, wo am Ende der Strasse ein tolles Bad liegt, Krossnes.

Nach der langen Fahrt auf der staubigen Piste entschädigt einem das angenehme warme Bad in Krossnes. Der Hotpot ist ganze 41 °C! Danach ein kurzes Stück zurück zum Zeltplatz in Nordurfjördur.

Auf der Rückfahrt zum Campingplatz entdeckten wir am Ufer des Fjordes noch eine Robbe, die sich dort genüsslich sonnte.

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Fr

15

Jul

2016

Gegen Süden ...

Mit der Baldur-Ferry geht es nun von den Westfjorden nach Stykkisholmur. Unterwegs eine tolle Stimmung. In Stykkisholmur war abends um halb elf der Campingplatz restlos überfüllt. Wir fuhren daher noch weiter in Richtung Reykjavik. Nach einer Nacht auf dem Camp bei einem Bauernhof, erreichten wir gegen Mittag Reykjavik und zogen gleich weiter in Richtung Süden nach Hella.

In Hveragerdi haben wir einen kurzen Zwischenhalt gemacht. Vor 5 Jahren war das ganze Dorf in voller Blumenpracht, da kurz vorher ein Fest stattgefunden hatte. Nun waren wir enttäuscht, da alles ein bisschen heruntergekommen ist, auch der kleine Blumenpark serbelt vor sich hin. Das Earth Cooking haben wir nicht versucht, aber auf dem Bild unter dem Kochherd sieht alles wesentlich besser aus! ;-)

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So

17

Jul

2016

Reykjavik statt Landmannalaugar

Da der Wetterbericht für morgen Montag besser ist als heute, haben wir das Programm geändert und sind zurück nach Reykjavik gefahren.

Gegen diesen V8 Ford wirkt unser Filou nichtig und klein ...

In Reykjavik wurde die ganze Bankastraeti in eine Wasserrutschbahn verwandelt. Einzig die abenteuerliche Verkabelung gab mir etwas zu denken.

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Mo

18

Jul

2016

1. Hochlandtour nach Landmannalaugar

Das Warten hat sich gelohnt. Heute starteten wir bei schönstem Sonnenschein von Porlakshöfn in Richtung Landmannalaugar. Ganze 450 km standen bei der Rückkehr nach Selfoss auf dem Tacho.

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Di

19

Jul

2016

Regenwetter - Shoppen in Reykjavik

Heidy hatte richtig Stress, da fast jedes Geschäft Ausverkauf hatte ...

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Do

21

Jul

2016

Julia's Guesthouse

Am Mittwoch besuchten wir für zwei Tage Julia und Mike in Julia's Guesthouse bei Selfoss. Wir wurden freundlich begrüsst von Julia mit all ihren Tieren. Es sind nun schon 5 Jahre her, dass ich bei meiner letzten längeren Islandreise Julias Gastfreundschaft genossen habe. Auch das neue Haus ist sehr gemütlich eingerichtet und wir fühlten uns sofort wohl und willkommen. Dazu kam eine weitere Überraschung: An der Türe überraschte uns Doris, eine Bekannte vom Island-Forum-Treffen. Heidy geniesst es mit den Tieren. Manchmal hat sie sogar einen Vogel  ;-)

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Fr

22

Jul

2016

Rockmuseum Keflavik

Heute ist der letzte Tag von Heidys Ferien. Morgen früh geht ihr Flug von Keflavik nach Zürich. Sie hat sich sich für den heutigen Tag noch gewünscht, das Rock-Museum in Keflavik anzuschauen. Also fuhren wir von Julia aus nach Keflavik. Dort haben wir auch das Nachtessen eingenommen und sind dann nach Sandgerdi auf den Camping gefahren, der nur 6 km vom Flughafen entfernt ist.

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So

24

Jul

2016

Allein auf Island ...

Heidy ist am Samstagmorgen in die Schweiz zurückgeflogen. Dementsprechend gab es früh Tagwache am Samstag um 4.30 Uhr pläärte der Wecker.

Ich bin danach nach Sandgerdi zurückgekehrt und habe erst mal fertig geschlafen. Danach habe ich den Camper für die restliche Zeit auf Island umgebaut. Hab zwar jetzt mehr Platz aber ...

 

Das Wetter ist leider momentan nicht so toll. Wenigstens regnet es noch nicht, so dass man draussen sitzen kann. Aber grosse Sprünge, ins Hochland oder die Westfjorde fahren, liegt nicht drin, da brauche ich schöneres Wetter. Dies alles bei schlechtem Wetter habe ich schon erlebt, das muss nicht sein.

 

Der Tolino wird sich wohl in nächster Zeit zu meinem besten Freund entwickeln ...

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Mi

27

Jul

2016

Akranes

Am Montagmorgen habe ich Sandgerdi verlassen, da es nur regnete. Ich machte mich auf den Weg nach Borgarnes. Dort war der örtliche Campingplatz unter Wasser. Da ich nicht im Sinn hatte, Experimente im Reisanbau zu machen fuhr ich nach den Einkäufen zurück nach Akranes, um dort auf besseres Wetter zu hoffen. Ebenfalls plagten mich seit Sonntagnacht Rückenschmerzen. Diese wurden nun im Laufe des Montags immer stärker. Nach einer weiteren, fast schlaflosen, Nacht entschied ich mich zur Apotheke zu fahren. Dort versuchte ich mit meinen minimalen Englischkenntnissen der Apothekerin zu erklären, was mir fehlt. Hätte ich es auf isländisch machen müssen, stünde ich wohl immer noch dort. Die Rheumasalbe und die Pain killer wirkten nur nicht wie gewünscht, so dass ich mich nach einer weiteren unruhigen und fast schlaflosen Nacht mal zum Spital begab und einen Doktor aufsuchte. Mit noch grösseren und wohl auch stärkeren Pain killern und Abschwelltabletten machte ich mich dann auf den Rückweg zum Camping von Akranes, wo ich wohl oder übel, auch wenn nun die Sonne scheint, noch ausharren muss, bis ich wieder richtig laufen kann. Zum Glück kann ich einigermassen schmerzfrei sitzen, sonst wäre es noch viel unangenehmer.

Von den 6800 Kronen Untersuchungsgebühr (rund 56 sFr.) musste ich nur 1200 Kronen (10 sFr.) bezahlen. Wer das andere bezahlt ist mir ein Rätsel. Auf der Rechnung stand nur:  "Hlutur Tryggingastofnunar Rikisins", was laut Google etwas mit der Sozialversicherung zu tun hat.

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Fr

29

Jul

2016

Snaefellsjökull

Bereits als ich am Morgen aus dem Bett kraxelte, spürte ich, dass das Bein nicht mehr so stark schmerzt. Die Medis scheinen zu wirken und die Entzündung geht zurück, die auf die Nerven drückte. Als ich dann die Türe öffnete und die Sonne mich blendete, gab es kein Halten mehr. Schnell einen Blick auf die Wetterkarte und dann aufräumen und los.

Die Fahrt ging in Richtung Snaefellsnes. Bei der Kirche Budir habe ich einen Zwischenstopp gemacht. Hier versuchte ein Deutscher mit einer Drohne von der Kirche eine Luftaufnahme zu machen. Ob es ihm noch gelungen ist, kann ich nicht sagen, nach 4 erfolglosen Versuchen msste ich mich abwenden, weil es mich zu sehr

lächerte. Dieses Vorhaben bei den vorhandenen Windböen musste ja scheitern. Danach ging die Fahrt weiter in Richtung Arnarstapi.

 

Kurz vor dem Ort, zuckte plötzlich die linke Hand und der Blinker fing an zu blinken. Es war die Abzweigung zum Snaefellsjökull-Gletscher. Bisher war immer entweder zuviel Schnee oder schlechtes Wetter das die Fahrt zum Gletscher unmöglich oder sinnlos machte. Heute, bei strahlendem Wetter konnte ich nicht anders. Vorbei an einigen kleinen Schneefeldern fuhr ich auf das Plateau hinauf. Von hier aus führte die Piste entweder nach Olafsvik oder in den Hellissandur herunter.

Aber es geb da auch noch eine steile Piste, die bis zum Gletscher hoch führte ... Man sagt dem Amarok ja gute Geländeeigenschaften nach, vor allem nach den durchgeführten Modifikationen. Also, nichts wie rauf. Man sah den Spuren an, dass sich da bereits einige Fahrzeuge hochgequält hatten und der Filou schaffte es dann auch dank der Untersetzung. Zum Teil sah ich nur Motorhaube und keine Piste, so steil war es. Unter der Stossstange ist zwar eine Kamera verbaut, die sollte man aber eben vorher einschalten!

Nun, diese Piste hat gezeigt, dass der Filou hält, was er von aussen verspricht. Ich bin mit der Arbeit von Tom Strahm sehr zufrieden. Abwärts ging es dann gleich viel flotter. In Hellissandur angekommen, merkte ich, dass ich mein Tagesziel, das Cafe Fjördhusid in Hellnar umfahren hatte. Wer bereits einmal dort war und eine Waffel gegessen hat, der weiss, warum ich nun 20 km zurück fuhr (siehe Bild). Zwar gibts nur Filterkaffee, aber die liebevolle Art, wie er serviert wird und die Waffel mit Rhabarberkompott und Schlagrahm machen das längstens wieder wett.

Danach machte ich noch einen Abstecher zum Djupalonssandur, einem der gefährlichsten Strände Islands, wegen den Meeresströmungen. Der Strand zeichnet sich durch die vielen runden, schwarzen Steine aus. Im Kontrast dazu die verrosteten Überreste eines gesunkenen Schiffes. Auch an diesem Strand findet man die Gewichtssteine. (Erklärung siehe Fotos). Heute war das Meer ganz ruhig und brav, aber es ist immer eine trügerische Ruhe.

Danach ging die Fahrt weiter nach Olafsvik, wo ich mch auf dem Campingplatz niederliess. Beim Öffnen der Campertüre musste isch feststellen, dass ich am Morgen wohl den Wasserbehälter der Nespressomaschine nicht geleert hatte. Heidy kann ich ja jetzt schlecht die Schuld geben, wenn sie nicht mehr da ist. Aber sonst war alles an seinem Platz. Schnell etwas essen, dann noch etwas "Büro", denn zu Hause wartet man ja auf den Blog und das FB. Wenn ich dann um 24 Uhr ins Bett krieche, muss ich mich nicht verwundern, wenn niemand mehr online ist, denn zu Hause ist es ja bereits zwei Uhr morgens.

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Sa

30

Jul

2016

Olafsvik

Da es gestern ein anstrengender Tag war und mich heute das Bein wieder schmerzte, entschloss ich mich nur rund um Olafsvik einige Bilder zu schiessen. Auf dem Weg nach Grundarfjördur kommt man an dem markanten Berg Kirkjufell vorbei. Gegen Abend musste ich noch für Heidy einige Krias (Küstenseeschwalben) fotographieren. Die ganz schön laut und schnell, die Biester ;-)

 

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So

31

Jul

2016

Richtung Norden

Heute habe ich die Halbinsel Snaefellsnes wieder verlassen und bin nach Budardalur gefahren. Unterwegs, am Hvammsfjördur habe ich noch ein Wrack gesehen, das ich mir näher anschauen wollte.

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So

07

Aug

2016

Wieder unterwegs

Nachdem mich wieder die Schmerzen im Bein plagten, entschloss ich mich nach zwei Ruhetagen in Saudarkrokur am Donnerstag nach Akureyri zu fahren und erneut einen Arzt aufzusuchen. Man hat es im Spital dann etwas genauer angeschaut und auch noch Röntgenbilder erstellt. Mechanisch sei nichts kaputt, aber die Entzündung drücke eben auf die Beinnerven. Also gab es neue Mittel. Ich fuhr dann von Akureyri nach Olafsfjördur, wo ich mich auf dem ruhigen Zeltplatz zwei Tage erholte.

Heute Samstag nun, wage ich einen neuen Versuch. Zuerst noch durch die Fjordtunnel nach Siglufjördur, ein malerisches kleines Städtchen im Norden des Zipfels.

 

Zeltplatz in Olafsfjördur

Siglufjördur

Leuchtturm Saudanes

Durch einen weiteren einspurigen Tunnel kommt man zum Leuchtturm Saudanes hinter Siglufjördur.

Godafoss

Danach ging der Weg zurück durch die Tunnel und Fjorde über Dalvik nach Akureyri und von dort weiter in Richtung Myvatn. Auf dem Weg der bekannte Wasserfall Godafoss. Es hatte dieses Mal deutlich mehr Leute als die vorigen Jahre.

Myvatn

In Myvatn habe ich einen kurzen Rundgang zu den Pseudokratern am Myvatnsee gemacht. An der Tankstelle in Myvatn sieht man einige dicke Kaliber aus dem Hochland beim Waschen oder Tanken. Auch die Polizei hat sich herausgeputzt.

Auf dem Zeltplatz habe ich dann Bernd und Bettina aus dem Islandforum getroffen. Wir hatten uns vorher per SMS verabredet und den Abend zusammen verbracht. Sie sind mit einer Tour unterwegs, die sie leiten.

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So

07

Aug

2016

2. Hochlandtour zur Askja (415 km)

Am Morgen um 9.30 Uhr verabschiedete ich mich von Bernd und Bettina, die mit ihrer Gruppe in Richtung Husavik aufbrachen. Ich entschied mich den sonnigen Tag für eine Tour zur Askja. Der Zubringer (F88) ist platt wie eine Autobahn. Wenn da nicht noch das Lavafeld und die zwei Furten wären, sähen wir die Nissan Micras wohl auch bald in der Askja. Die Königin der Berge Islands, Herdubreid, säumte fast wolkenlos den Weg zur Askja.

Bei der Askja war ich nun vor die Wahl gestellt, wie ich zurück fahre. Den gleichen Weg wollte ich nicht, der forderte mich nicht heraus. Die F910 war endlich wieder einmal offen, so entschied ich mich dafür, die F910 bis Nyidalur zu nehmen, und dann über die Sprengisandur weiter.

Anfänglich ging alles gut, einzig der starke Wind machte die Sanderfelder etwas schwierig, weil man im tiefen Sand mit einiger Geschwindigkeit fahren sollte, aber durch den vom Wind verwehten Sand die Piste nicht richtig sah. Als ich die unendlich scheinende Sanderfläche hinter mich gebracht hatte, galt es die Lavafelder zu queren. Hier zeigte sich, dass die Piste schlecht unterhalten ist. Oft fehlten die Holzpflöcke zur Markierung oder waren umgefahren worden, so dass ich mir den Weg suchen musste. Mit 10 bis max. 30 km/h ruckelte ich von einem Lavahöcker zum nächsten. Das rund 50 km breite Lavafeld dauerte so Stunden. Wenn überhaupt eine Piste da war, dann war sie so mit Steinen übersäht, dass schnelles Fahren auch nicht möglich war. Gegen 18 Uhr erreichte ich die Furt von Nyidalur und damit die Sprengisandurpiste (F26). Auf den letzten 120 km habe ich ganze 5 Fahrzeuge gekreuzt. Das zeigt auch wie beliebt diese Strecke ist. Die Sprengisandur zog sich nun noch einmal eine Ewigkeit vor sich hin, bis ich spät abends endlich die Teerstrasse erreichte. Etwas nach Mitternacht erreicht ich den Zeltplatz von Selfoss, wo ich erst mal eine Dusche nehmen musste, um mir den Sand, den ich mir bei dem starken Wind eingefangen hatte, loszuwerden.

 

Auf der Sprengisandur traf ich noch einen Schweizer mit einem Mietcamper, der einen Plattfuss eingefahren hatte. Leider konnte ich ihm nicht helfen, da er einen langen Vierkantdorn brauchte um das Reserverad abzunehmen. Als er mir seine Geschichte erzählt hatte, hatte ich auch kein Erbarmen mehr. Er hatte bereits am Sonntagmorgen einen Platten und hat dann in  Akureyri das Werkzeug in der Garage liegen lassen.... Ich weiss nicht, wie der gefahren ist, die andern Reifen sahen fast neu aus. Ich habe jetzt 4000 km in Island ohne Plattfuss zurückgelegt und der schafft 2 an einem Tag.

 

Ach ja, Nachtruhe gab es nach der Dusche aber noch keine: Als ich die Kabine inspizierte, was bei dem Hochlandabenteuer alles zu Bruch gegangen ist, war ich zuerst sehr erfreut, weil ausser der Haushaltpapierrolle und den Abwaschsachen alles am Platz war. Leider kam ich dann auf die Idee, noch etwas zu essen und die Kühlbox zu öffnen. Die 300 km übelste Piste hatten meinen rohen Eiern keine Chance gelassen. Ich hätte sie besser mit dem Speck zum Frühstück gegessen. Also war noch putzen angesagt...

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Di

09

Aug

2016

Doch noch schrauben ...

Leider waren die Eier in der Kühlbox nicht das einzige, das die harte Hochlandtour nicht überlebt hat. Als ich heute das Öl kontrollieren wollte, bemerkte ich, dass dort wo früher der Ölmessstab war nun plötzlich Teile des Kompressorhornes waren. Nach genauerem Hinschauen stellte ich fest, dass sich die hinteren Schrauben der Hornhalterung irgendwo im Hochland verabschiedet haben. Dadurch war das Horn lose und das wiederum führte dazu, dass der Druckschalter aus dem Gewinde herausgerissen wurde ...  Nun, zur Schadensbegrenzung habe ich die Halterung demontiet und archiviert. Das Horn darf in Selfoss bleiben. Irgendwie kam ich dann mit dem Ellbogen an den linken Scheinwerfer, der sofort nachgab, was mich stutzig machte. So schwingend sind die Lampen am Amarok doch auch nicht montiert. Da stellte ich fest, dass oben die Schrauben komplett fehlten, auf der rechten Seite waren sie nur lose, aber noch vorhanden. Die Schrauben, die noch da waren, habe ich angezogen, für die linke Seite muss ich morgen in der Garage zwei Schrauben holen gehen. So leidet eben nicht nur der Fahrer, sondern auch das Auto.

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Do

11

Aug

2016

Rainy days

Bei diesem Wetter kann man nur ausschlafen und auf besseres Wetter hoffen. Zwischendurch versucht die Sonne durchzubrechen, aber die Wolken und der Regen sind stärker. So ist auch nicht viel mit Fotographieren. So gondle ich nun der Südküste entlang, um dann am Samstag pünktlich zum Feuerwerk an der Gletscherlagune zu sein. Der Wetterbericht verspricht beim Jökulsarlon ab 22 Uhr sogar noch einige Sonnenstrahlen...

Der mit dem Happy-Camper war wohl auch nicht mehr so happy!

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Fr

12

Aug

2016

Durch den Süden

Obwohl das Wetter immer noch regnerisch ist, beschliesse ich in Richtung Süden zu fahren. Das Ziel ist die Gletscherlagune Jökulsarlon, wo am Samstagabend das grosse Feuerwerk stattfinden soll. Die Isländischen Rettungskräfte organisieren das und können aus den Eintritten etwas Gewinn generieren. Von Vik aus führt die Strasse durch die weiten Lavagebiete der Eldhraun. Hier ist die Lava mit einer dicken Moosschicht überzogen. Danach folgen die Wasserfälle an der Südküste, wobei ich hier die zwei grossen absichtlich ausgelassen habe, am Seljalandsfoss und am Skogafoss herrschte Nebel und Regen. Bei der Gletscherlagune öffnete sich ein Wolkenloch und ich konnte einen schönen Abend geniessen. Am Samstag gab es ein Wiedersehen mit Isga, Bernd und Bettina, die alle mit Bekannten hier aufgetaucht waren, so dass eine tolle Gruppe zusammen kam.

Jökulsarlon

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Sa

13

Aug

2016

Feuerwerk am Jökulsarlon

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Mo

15

Aug

2016

Schwarzer Tag

Nachdem ich wegen einer Sturmwarnung noch am Sonntag die Südküste verlassen hatte, war ich am späteren Nachmittag in Hafnarfjördur gelandet auf dem Zeltplatz. Vorher war ich noch mit Isga und Micha im Bad in Hafnarfjördur. Wir haben die Hot Pots und Whirlpools genossen, nach den 380 km langen Fahrt. Da auf dem Campingplatz schon alle Steckdosen besetzt waren, gab es eine weitere Nacht ohne Strom. Am Montagmorgen verabschiedete ich mich von Isga und Micha, die in Reykjavik blieben und die letzten 3 Tage ihres Urlaubes dort verbrachten.Ich machte mich auf den Weg nach Sandgerdi um dort auf dem Campingplatz auf besseres Wetter zu warten. Als erstes wollte ich noch schnell einkaufen gehen. Ich fuhr also zum lokalen Supermarkt, zum Samkaup, und machte meine Einkäufe. Zurück im Auto, wollte ich nun auf den Campingplatz.

 

Wollte, denn ich konnte nicht. Der Amarok liess sich nicht überreden zu starten. Nach einigen Versuchen, checkte ich alles durch, fand aber nichts. Auch die Fernwartung per SMS mit Thomas Strahm brachte keinen Erfolg. Thomas organisierte mir dann die Pannenhilfe. Nach fast zwei Stunden Warten wurde der Filou aufgeladen und nach Keflavik in die Hekla-Garage gebracht. Da es bereits 18 Uhr war, hatten die aber schon geschlossen. Ich übernachtete im Camper vor der Garage und stand sehr ungünstig. Die Windböen rüttelten am Auto, so dass es eine sehr unruhige Nacht wurde für mich, nebst den nagenden Gedanken, was die Ursache für den Fehler sein könnte.

 

Morgens um 8 Uhr öffneten sich die Garagentore und ich konnte mein Anliegen anbringen. Mein Auto kam gleich dran. Der Mechaniker las den Fehlerspeicher aus, der aber leer war. Danach machte er sich systematisch auf die Suche. Er kontrollierte alle Schläuche etc., schraubte eine Dieselleitung ab und kontrollierte ob Kraftstoff fliesst, war alles OK. Dann stellte er fest, dass zur Zündung kein Signal kommt von der Kurbelwelle. Er sucht das Kabel und siehe da, es waren zwei der drei Drähte durchgescheuert. Er steckte sie prov. zusammen und bat mich, das Auto zu starten und siehe da, er sprang an, wie wenn nichts geschehen wäre. Nun verlötete er die Kabel und isolierte alles. Das Kabel war durch die defekte Hornhalterung, die auf der F910 gebrochen war, beschädigt worden. Zum Glück passierte das in Sandgerdi. Möchte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn dies irgendwo im Hochland geschehen wäre. Nach zwei Stunden meldete ich mich dann im Büro um die Reparatur zu bezahlen. Der Chef sprach kurz mit dem Mechaniker und meinte dann, das sei Garantie. Ich hatte aber gesagt, dass das von der Halterung komme, und die stammte ja nicht von VW. Er meinte das sei so in Ordnung. "That's Iceland" meinte er nur. Meine letzte Schweizer Schokolade wechselte als Dankeschön ihren Besitzer und ich fuhr nun endlich auf den Campingplatz nach Sandgerdi, um meine Batterien wieder aufzuladen. Die Starterbatterie war fast leer, von den vielen Versuchen und auch die Aufbaubatterie hatte schon 5 Tage keinen Strom mehr gesehen.

 

Eigentlich würde das jetzt reichen, aber wie ich feststellen musste, war das noch nicht alles. Als ich das Auto 3 Stunden am Strom angeschlossen hatte, musste ich feststellen, dass die Anzeige immer noch nur 30% Ladung anzeigte. Ich öffnete die Klappe, wo das Netzladegerät montiert ist und musste feststellen, dass dieses zwar heiss war, aber keine LED's leuchteten. Es hatte sich ebenfalls verabschiedet. Nun wird es etwas schwierig, weil die Batterie nur durch Fahren nachgeladen werden kann. Länger an einem Ort stehen liegt nicht mehr drin. Muss mich nun spätestens jeden 2. Tag bewegen. Noch liegen ja rund 40 Tage vor mir. Mit der Fahrt nach Hvammstangi konnte ich 240 km konnte ich den Batteriestand auf knapp 60% anheben.

In Hvammstangi erwartete mich blauer Himmel und Sonnenschein, nachdem ich Sandgerdi im Regen verlassen hatte.

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Fr

19

Aug

2016

Von Nord nach Süd (Arnarvatnsheidi F578)

Von Hvammstangi führte mich der Weg wieder nach Saudarkrokur. Am nächsten Morgen fuhr ich von Saudarkrokur in Richtung Süden zur F578 über die Arnarvatnsheidi. In Glaumbaer machte ich einen Zwischenhalt und besuchte das Museum, so eine Art Mini Ballenberg. Die Grassodenhäuser stammen aus der Zeit um 1900. Die Islaänder lebten damals ähnlich wie dieLeute bei uns in den alpinen Regionen, nur dass bei uns viel mehr Holz verwendet wurde, was in Island ja bekanntlich fehlt.

Danach ging die Fahrt weiter in Richtung Süden über die Sumpf- und Seenplatte der Arnarvatnheidi. Der erste Teil der Piste war schön zu fahren, neben den Bächen weideten viele Pferde. Obwohl ziemlich abgelegen, waren dei Pferde zutraulich und kamen an den Rand der Weiden und holten sich ihre Streicheleinheiten ab.

Nachdem der nördliche Teil der Piste in gutem Zustand ist (die 578), beginnt beim See die F578, was sich sofort zeigt. Grosse Steinbrocken auf der Piste drosseln das Tempo.

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Fr

19

Aug

2016

Das Pech lässt mich nicht los

Im letzten Abschnitt der F578 erwischt es mich. Ich habe einen Steinbrocken falsch eingeschätzt und knalle voll mit dem Rad darauf, statt vorbei zu fahren. Wenn auch nur mit 20 km/h , reicht es doch, die Spurstange des rechten Vorderrades zu brechen. Vor mir liegen noch 35 km Piste und eine breite Furt, bis ich in die Zivilisation, sprich geteerte Strasse komme. Nun nur noch im Schneckentempo krieche ich die restlichen Kilometer bis zur Furt. Da ich rüber muss, gibt es keine Alternative. Ich hoffe nur, dass dabei nicht noch mehr kaputt geht, aber eine Bergung auf einer F-Piste ist a) aufwendig, da es ein geländegänges Fahrzeug braucht und b) sehr teuer.

 

Ich schleppe mich durch die Furt, die zum Glück aus losem Geröll besteht und dem kaputten Rad nicht zuviel Widerstand bietet. Es ist eine der breitesten Furten, die ich in Island je gefahren bin. Nach langer Zeit komme ich in Husafell, der ersten Siedlung an, es iat bereits 21.30 Uhr, zu Hause heisst das 23.30 Uhr.

 

Da der Telefonkontakt sehr schlecht ist, übernimmt einmal mehr Tom Strahm in der Schweiz die Avisierung des Pannendienstes von Totalmobil, die einen 24 Std Dienst unterhalten. Der Rückruf des isl. Abschleppunternehmens wird 4x unterbrochen, weil das Netz zu schwach ist.

Nochmals besten Dank für deine Nachtarbeit, Tom!

 

Am Nächsten Morgen steht um 10 Uhr der Abschleppwagen da. Der Amarok wird aufgeladen und nach Reykjavik gebracht, weil hier die Chance am grössten ist, die nötigen Ersatzteile zu kriegen. Nach 120 km im Huckepack, wird der Filou bei der Heklagarage in Reykjavik abgeladen. Da Wochenende ist muss ich bis Montag warten, bis es weitergeht.

 

Heute war ich nun in der Garage und es dauert 3 Tage bis die erforderlichen Teile da sind. Am Donnerstag sollte der Filou wieder geflickt sein. Bis dahin heisst es nun warten.

 

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Mo

22

Aug

2016

Reykjavik, Stadtrundgang

Da ich nun einige Tage ohne Auto auskommen muss, erkundige ich die Stadt zu Fuss. Heute führt mich mein Rundgang zur Hallgrimskirkja, die über der Stadt trohnt. Vom Turm der Kirche aus hat man einen guten Überblick über die Stadt.

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Di

23

Aug

2016

Reykjavik 2

Heute führte mich der Stadtrundgang in Richtung Hafen, zur Harpa, der grossen Konzerthalle von Reykjavik. Der Spaziergang führte entlang der imposanten Skyline von Reykjavik und dem Sólfar (das Sonnenschiff), eine Plastik des isländischen Künstlers Jón Gunnar Árnason, und wohl eines der beliebtesten Fotomotive von Reeykjavik.

Kurz darauf gelangt man zur Konzerthalle, der Harpa, die 2011 eröffnet wurde.

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Sa

27

Aug

2016

Wieder Richtung Westfjorde

Nachdem der Filou wieder repariert war, fuhr ich am Donnerstag schnell nach Selfoss, um endlich das Geburtstagsgeschenk für Maik vorbeizubringen. Er hatte am Sonntag, als das Auto kaputt war Geburtstag. Julia lud mich zum Nachtessen ein. Es gab eine gute Polenta. Nach dem Nachtessen verabschiedete ich mich und fuhr zurück nach Selfoss, auf den Campingplatz (Bei Julia waren alle Zimmer ausgebucht).

Julia mit Nero

Am Freitag wartete ich bis der Regen etwas nachliess und ging dann am Mittag zum Coiffeur. Ohne Voranmeldung heisst, auf der Couch Platz nehmen und warten bis man dran ist. So gut nach einer Stunde kam ich dran. Fazit: Er brauchte mit der Maschine doppelt so lang wie Gerda und es kostete auch doppelt so viel wie bei Gerda.

Danach machte ich mich auf in Richtung Nordwesten, meine Aufbaubatterie brauchte unbedingt Strom. Seit das Netzladegerät kaputt ist und der Solarregler nicht einspeist, kann ich die Batterie nur noch mit Herumfahren aufladen. Die Fahrt führte mich nach Varmalid in der Nähe von Borgarnes. Als ich mich im Camper einrichtete, klopfte ein Isländer vom Camper nebenan an die Tür und hielt sein Handy in der Hand. Er fragte mich, ob ich einen Instagram-Account hätte. Ich bejahte und er zeigte mir ein Foto von Filou auf der Seite "Icelandcarculture". Dieses war in Reykjavik aufgenommen worden, als Filou bei der Hekla Garage stand.

Nun ist Filou bereits ein Socialmedia-Star ;-)

Die Fahrt nach Pingeyri

Am Samstagmorgen um 8.30 Uhr ging es bereits los, wieder in Richtung Westfjorde. Gut 300 km warteten auf mich. Dabei fuhr ich die Strecke, die ich damals mit Heidy ausgelassen hatte, als wir mit der Fähre nach Stykisholmur fuhren. Vorbei am Dynjandi-Wasserfall, der wolkenverhangen vor sich hin plätscherte, fuhr ich nach Pingeyri. Während der Fahrt begleiteten mich Sonne, Regenschauer, Wolkenfelder und auch einige Regenbogen.

In Pingeyri angekommen genehmigte ich mir im Cafe Simbahöllin wieder ein Kaffee und eine Waffel mit Rhabarberkompott und Schlagrahm. Ich liebe diese Dinger (Ich weiss, ist Hüftgold, aber was solls, jetzt ist Urlaub).

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So

28

Aug

2016

Lokinhamrar

Gutes Wetter ist angesagt, also starte ich vom Zeltplatz des kleinen Ortes Pingeyri in den Westfjorden zu einer der schönsten Strecken in Island, die Umrundung des Fjordzipfels, wo sich auch die verlassene Farm von Lokinhamrar befindet, die durch einen Film über den Auszug des letzten Bauerns bekannt wurde.

 

Auch landschaftlich ist es eine tolle Strecke. Hier erlebt man, dann, was Einsamkeit bedeuten kann. Nur wenige Kilometer nach Pingeyri endet die Stromleitung bei einem Haus. Hier ist also das Ende der Zivilisation.Die Piste klebt an den Fjordhängen, bei Schnee oder schon nur bei Nässe, kann sie lebensgefährlich sein. Der lehmige Untergrund wird dann sehr rutschig. Kurz bevor man nach Lokinhamrar kommt, führt die Piste an einem Leuchtturm vorbei. Auch hier sind die Leute der Farm nebenan schon ausgezogen.

 

Dann bin ich da, ein leuchtend blauer, neuer Wegweiser zeigt zu den verlassenen Gebäuden. Der Film hat den alten Gemäuern zu neuer Popularität verholfen.

Nach der Farm kommt der schönste Teil der Strecke. Eine steinige Piste führt hinunter zum Meer und dort auf Meereshöhe den überhängenden Felsen entlang. Hier lohnt es sich, auf die Gezeiten zu achten, denn bei Flut gibt es wohl nasse Füsse!

Gerade dort, wo die Piste dem Meer entlang führt, huscht plötzlich ein brauner Schatten vor dem Auto durch. Richtig, es war ein Polarfuchs. Nun musste alles schnell gehen: anhalten, Objektiv wechseln und den braunen Schatten im Geröll wieder ausfindig machen. Es hat geklappt. Ich habe ihn noch erwischt.

Nach dieser Begegnung ging die Fahrt über Geröllpisten weiter, bis man in der Ferne schon wieder den Dynjandi-Wasserfall auf der andern Fjordseite leuchten sah.

Ein toller Tag: schönes Wetter, schöne Landschaft und viele Eindrücke!

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Mo

29

Aug

2016

Zwangsaufenthalt in Isafjördur

Leider gab es auf den letzten "Feldweg-Kilometern" von Lokinhamrar zurück nach Pingeyri einen weiteren Dämpfer, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Der Stossdämpfer vorne rechts begann zu Klappern. Als ich anhielt und nachschaute, lag die Mutter mit der Scheibe vom Stossdäpfer lose auf der Halterung. Da dies auf einem Feldweg und nicht im schwierigen Gelände passiert ist, muss es sich noch um einen Folgeschaden aus der Arnavatnsheidi handeln, den sie in Reykjavik nicht gesehen haben. Am Montag stand das Auto wieder hinter einer Garage und ein neuer Stossdämpfer musste her. Die Schweizer Post hatte es leider nicht so im Griff, das Paket erreichte Isafjördur erst am nächsten Freitagmittag. 2005 hatte ich den Kühler und den Ventilator für den Scam aus Wien in 2 1/2  Tagen in Myvatn. DHL kanns scheinbar besser. Nun hiess es sich die Zeit vertreiben und warten. Auch im letzten freien Guesthouse schlief ich im "Alkoven"- Zimmerchen im 3. Stock. Allso der Aufstieg ins Bett war fast so kompliziert wie im Camper ;-)

Am Donnerstagabend kam es noch zu einem kleinen Islandforum-Treffen. Ich traf auf Ina und Andreas. Wir haben zusammen gegessen und Erfahrungen ausgetauscht.

Der grösste Dämpfer kam aber noch am Freitagnachmittag, als sich beim Zusammenbauen zeigte, dass die Antriebswelle rechts auch futsch ist. Nach Rücksprache wurde die Antriebswelle ausgebaut und ich bewege mich nun mit einem 3x4 Auto vorwärts.

Als das Auto um 19 Uhr endlich fahrbereit war, verliess ich nach fast einer Woche Isafjördur in Richtung Akureyri (618 km). Ich fuhr die ersten 300 km bis es um 22 Uhr eindunkelte. In Budardalur machte ich Pause. Am Samstagmorgen ging es weiter nach Akureyri, wo ich wieder bei Freyr im Gästehaus einzog, um beim Schafabtrieb dabei zu sein. Dort erwartete mich nach der neblig-trüben Woche von Isafjördur nun blauer Himmel und viel Sonne.

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Sa

03

Sep

2016

Schafabtrieb in Uppsalir (Akureyri)

Bei meiner Rückkehr nach Uppsalir traf ich nun erstmals die ganze Familie von Freyr Ragnarsson an. Auch seine Frau, Katja Laun, sowie die Kinder Marvin, Emma und Johanna.

Ich wurde freundlich empfangen und bald nach der Ankunft machten wir uns bereit, um beim Schafabtrieb mit zu helfen. Auf dem Weg ins Tal waren keine Zäune, so dass die Tiere von Leuten, Hunden und Reitern gelenkt wurden. So half die ganze Familie mit, zusammen mit all den Leuten von den umliegenden Farmen, die Tiere ins Tal zu geleiten. Ich wurde von allen freundlich aufgenommen und sofort integriert (Auch die diversen Schnapsflaschen machten vor mir nicht Halt). Als die Tiere alle auf der Weide im Tal waren, fuhren wir zurück nach Uppsalir. Die Verwandten von Freyr trafen sich danach bei ihm, wo eine grosse Grillparty veranstaltet wurde. Um ein Uhr fiel ich müde ins Bett, den HotPot nach Mitternacht liess ich aus. Einige haben durchgemacht, dafür bin ich wohl zu alt ;-)

Am Sonntag ging es nun darum, die Schafe auf die verschiedenen Bauern wieder zu verteilen. Sie sind an den Ohren mit Hicken und Scharten markiert, sowie mit einer Ohrmarke, die eine Nummer enthält. Um diese ablesen zu können, muss man das Schaf zwischen den Beinen einklemmen, sonst ist es weg. Wenn man dann eines hat, muss es zur Türe des jeweiligen Pferchs gebracht werden. Die Biester sind manchmal richtig störrisch.

Dieses Verteilen ist ein richtiges Volksfest für ggross und klein. Freyr war auch wieder mit der ganzen Familie da. Emma half Anna auch mit, Schafe zu suchen.

Am Nachmittag waren die rund 800 Schafe verteilt und die Bauern mussten sie nun zu ihrem Hof treiben oder mit Hängern abholen.

So ging ein ereignisreiches Wochenende vorbei, das ich sehr genossen habe. Ich habe sehr viele Leute kennengelernt und das besser, als wenn ich nur um die Insel gereist wäre.

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Do

08

Sep

2016

Von Freyr zu Julia

 Nach 5 Tagen verlasse ich nun das Guesthouse Uppsalir. Ganz herzlichen Dank an Katja Laun und Freyr Ragnarsson für die herzliche Aufnahme und den Familienanschluss, den ich geniessen durfte. Ich habe die Zeit sehr genossen. Heute geht es nun vom Norden auf die andere Seite der Insel, wo ich noch einige Tage bei Julia verbringen werde, bevor es wieder Richtung Fähre geht. Leider kann ich nicht eine der Hochlandrouten fahren, da der Amarok angeschlagen ist und nur noch über Hinterradantrieb verfügt. So fahre ich eben aussen rum und das sind ganze 465 km. Unterwegs, auf regnerischen und nebligen Anhöhen kreuze ich noch Ina und Andreas, die bereits auf dem Weg zur Fähre sind, da sie 1 Woche vor mir zurückfahren.

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Fr

09

Sep

2016

Wieder bei Julia

Auf meinem Weg in den Osten, mache ich noch einmal 3 Tage bei Julia halt, da ich wie gesagt keine F-Pisten mehr fahren sollte. Leider musste Maik am Freitag schon wieder weg, er musste für die Firma nach England und dann gleich weiter nach Israel. Ich geniesse die Erholung in Julias Guesthouse bei ihren nunmehr 4 Katzen, dem Hasen und den 3 Kanarienvögeln. Die jüngste Katze, war letztes Mal noch nicht da und bekommt natürlich am meisten Zuwendung.

Leider heisst es morgen Sonntag auch schon wieder Abschied nehmen, das Gästehaus ist ausgebucht. Unvergesslich die mit viel Liebe gemalten Eier auf dem reichhaltigen Frühstückstisch bei Julia.

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So

11

Sep

2016

Reynisfiara - der schwarze Strand bei Vik mit den versteinerten Trollen

Am Sonntagnachmittag habe ich Julias Guesthouse verlassen und bin ostwärts gefahren. Nachdem es in Selfoss noch geregnet hatte, tat sich kurz vor Vik eine Lücke in der Wolkendecke auf und ich habe mich entschlossen, den Strand von Reynisfjara anzufahren.

Dieser Strand ist einer der gefährlichsten in ganz Island, da es unberechenbare Wellen gibt, die nicht oberflächlich gebildet werden, sondern zum Teil aus der Tiefe des Meeres kommen und alles mit sich zurückreissen, was ihnen in den Weg kommt. Jedes Jahr gibt es dort wieder tödliche Unfälle, da sich die Touristen nicht an die vorhandenen Warnschilder halten.

Auch dieses mal konnte ich beobachten, dass es reihenweise Leute gab, die nasse Füsse kriegten, weil sie die Wucht der Wellen unterschätzt hatten.

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Mo

12

Sep

2016

Jökulsarlon - Gletscherlagune

Nachdem es in Vik die ganze Nacht geregnet hatte, brach ich kurz vor Mittag auf und fuhr weiter ostwärts. Bei der Gletscherlagune machte ich einen längeren Halt. Der Himmel machte auch hier ein Wolkenloch auf. Das Meer war sehr stürmisch. Die Eisstücke. die sonst aus der Lagune ins Meer treiben wurden durch die Wellen wieder in die Lagune zurückgedrängt, und auch die Seehunde, die sonst auf der Sandbank an der Küste sonnen, haben sich in die Lagune zurückgezogen. Ich legte mich gut 2 Stunden auf die Lauer und konnte so einige schöne Tierfotos aufnehmen.

Nach diesem Zwischenhalt führte mich der Weg noch bis nach Höfn. Die Sanderfelder, die oft gefährliche Windböen aufweisen, habe ich nun hinter mir. Nur im Sanderfeld hinter Vik hatte ich Böen von 18 m/s (65 km/h).

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Mi

14

Sep

2016

Durch den Süden nach Osten

So langsam gehen auch die langen drei Monate zu Ende. Die letzte Woche auf der Insel ist heute angebrochen. Ich bin von Höfn der Küste entlang bis Reydarfjördur gefahren und dann über den Pass nach Egilstadir. So habe ich auch meine Umrundung abgeschlossen. Da das Wetter in den Fjorden nicht so toll war, wage ich es noch einmal in den Osten, in der Hoffnung, dass nach den starken Regenfällen und Überschwemmungen hier im Osten das Gröbste vorbei sei.

Petra's Steinmuseum in Stöðvarfirði

Zwei anständige Trucks in Island, gesehen in Egilstadir.

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Do

15

Sep

2016

Rund Islandum den Lagarfljót

Heute bin ich um den Lagarfljot-See gefahren und habe festgestellt, dass auch in Island endgültig der Herbst angekommen ist. Die Gravelroad-Piste war gesäumt von gelben Birken und Lärchen. So allmählich stellt sich die Natur auf den kommenden Winter ein. Den Temperaturen nach ist es schon bald so weit. Nachts werden die ersten Minustemperaturen gemessen.

Ganz am Ende des Sees liegt der Hengifoss, ein prächtiger Wasserfall inmitten farbiger Gesteinsformationen. Der Weg dorthin beträgt rund eine Stunde zu Fuss. Nach der Hälfte des Aufstiegs kommt man am Litlanes-Foss vorbei, der in einer schönen Formation von Basaltsäulen steht. Nach rund einer Stunde stehe ich nun am Fuss des Hengifoss. Leider mochte der blaue Himmel nicht auf mich warten, aber der Wasserfall ist auch bei Wolken schön.

Der Abstieg ging dann ziemlich stark in die Knie, so dass ich an diesem Abend kaum noch grosse Sprünge machen werde, höchstens noch unter die Dusche.

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Fr

16

Sep

2016

Die Steinbögen in der Melrakkaslétta

Heute bin ich bei Sonnenschein in Egilstadir im Osten gestartet, um in den nordöstlichsten Zipfel von Island zu fahren. Dort stehen in Raufarhöfn die gewaltigen Steinbögen. Es ist ein Kunstwerk, das 1996 begonnen wurde und schlussendlich aus 72 Steinbögen bestehen sollte und das berühmte Stonhenge in den Schatten stellen soll.

Auf der Fahrt dorthin habe ich in Porshöfn ein Restaurant entdeckt, das lokale Spezialitäten anbietet. Ich habe dort am Mittag gegessen und muss sagen, dass es eines der besten Restaurants ist und das für umgerechnet etwa 25 sFr. (Bàran Restaurant Local Food/http://baranrestaurant.is/en/)

Nach dem Besuch der Steinbögen und des Leuchtturms in Raufarhöfn, habe ich die Halbinsel Melrakkaslétta durchquert und bin wieder gegen Süden, nach Husavik gefahren. Kaum auf dem Camping angekommen, setzte auch schon der erste Regen ein.

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Sa

17

Sep

2016

Islands Wasserfälle

Abendstimmung in Myvatn

Nachdem heute wieder mal Regenwetter angesagt war und dazu noch Nebel, bin ich nur bis Myvatn gefahren und habe hier im Camper die Fotos der 3 Monate etwas sortiert. Hier eine Zusammenstellung der Wasserfälle.

Aldeyarsfoss

Dettifoss 1

Dettifoss 2

Dynjandi

Glymur

Godafoss 1

Godafoss 2

Gullfoss

Hengifoss

Litlanesfoss

Hraunfossar

Seljalandsfoss

Seljalandsfoss 2

Skogafoss

Svartifoss

Systrafoss

Urridafoss

Urridafoss 2

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Mi

21

Sep

2016

Bless Bless Island

Nun heisst es Abschied nehmen. Heute Abend wird die Fähre Seydisfjördur verlassen und in Richtung Dänemark schippern.

 

Für mich geht eine lange Zeit in Island zu Ende. Es war nach 2011 das zweite Mal, dass ich so lange auf der Insel verbleiben durfte. Insgesamt war es mein siebter Urlaub auf der Insel. Ich habe wieder neue Ecken entdeckt, liebe und nette Menschen kennengelernt, war aber auch entsetzt über den einsetzenden Massentourismus. Da viele Leute nicht wissen, wie man sich in einem fremden Land aufführt, gab es dieses Jahr bereits einschränkende Regeln, so z.B. beim Campieren. Früher war das wilde Campieren nur in den Nationalparks verboten, dieses Jahr aber allgemein, das heisst, man musste auf einen Campingplatz zum Übernachten. Hunderte von Kleincampern in der Grösse des Renault Kangoo oder die grösseren der Ford Transit Kategorie überschwemmten Island. All diese Lieferwagen hatten kein WC an Bord. So wurde die Notdurft an Orten erledigt, die nicht dafür vorgesehen sind. Was nach der Abreise am nächsten Morgen zurückblieb, kann sich jeder vorstellen. Auch konnte ich beobachten, dass diese Kategorie immer sehr spät auf den Campingplätzen erschien und am Morgen sehr früh wieder wegfuhr und dann auf einem Parkplatz im Dorf sich verpflegte, so konnte man das Bezahlen der Camping-Gebühr umgehen.

 

Ich verstehe die Isländer auch, wenn sie auf Grund solcher Vorkommnisse misstrauisch und zurückhaltend werden. Wenn man aber Hilfe benötigt, sind sie sehr zuvorkommend und hilfsbereit.

 

Ich habe auch wieder festgestellt, dass einem die Natur manchmal Grenzen setzt und einem nachdrücklich zeigt, wer der stärkere ist. Mit etwas Demut  kehre ich nun in unsere verplante Welt zurück. Zum Glück haben zu Hause gerade die Herbstferien begonnen, so dass ich mich noch etwas anklimatisieren kann.

 

Es wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass der Filou den Weg nach Island unter die Räder genommen hat, denn wie heisst es so schön: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.

 

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So

20

Nov

2016

Reparatur Fahrwerk

Nach der Rückkehr von Island, war es wichtig, das Auto genau zu prüfen. Es fehlte ja bereits die vordere linke Antriebswelle. Das Auto wurde auf einem Prüfstand in Marbach vermessen und ich konnte aufatmwen. Kein Fahrwerksschaden.

Nun musste das Auto von der Versicherung begutachtet werden, die das OK geben musste für die zu ersetzenden Teile. Die Liste wurde lang: Lenkgetriebe, Stossdämpfer, Antriebswellen beidseitig und auch die Spurstange links hatte einen Knacks.

Nun verfügt mein Amarok vorne wieder über ein erneuertes Fahrwerk. Dank der Vollkaskoversicherung hält sich der Schaden in Grenzen. Einzig der Selbstbehalt bleibt.

Nach dem Fahrwerk bekommt der Filou den ersten Service spendiert, mit rund 20'000 km. Als nächstes folgt das Überarbeiten der Elektronik und der Kabine. Danach sollten die Kinderkrankheiten ausgemerzt sein und der Wagen wieder betriebsbereit.

 

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Peter & Heidy