Das Pech lässt mich nicht los

Im letzten Abschnitt der F578 erwischt es mich. Ich habe einen Steinbrocken falsch eingeschätzt und knalle voll mit dem Rad darauf, statt vorbei zu fahren. Wenn auch nur mit 20 km/h , reicht es doch, die Spurstange des rechten Vorderrades zu brechen. Vor mir liegen noch 35 km Piste und eine breite Furt, bis ich in die Zivilisation, sprich geteerte Strasse komme. Nun nur noch im Schneckentempo krieche ich die restlichen Kilometer bis zur Furt. Da ich rüber muss, gibt es keine Alternative. Ich hoffe nur, dass dabei nicht noch mehr kaputt geht, aber eine Bergung auf einer F-Piste ist a) aufwendig, da es ein geländegänges Fahrzeug braucht und b) sehr teuer.

 

Ich schleppe mich durch die Furt, die zum Glück aus losem Geröll besteht und dem kaputten Rad nicht zuviel Widerstand bietet. Es ist eine der breitesten Furten, die ich in Island je gefahren bin. Nach langer Zeit komme ich in Husafell, der ersten Siedlung an, es iat bereits 21.30 Uhr, zu Hause heisst das 23.30 Uhr.

 

Da der Telefonkontakt sehr schlecht ist, übernimmt einmal mehr Tom Strahm in der Schweiz die Avisierung des Pannendienstes von Totalmobil, die einen 24 Std Dienst unterhalten. Der Rückruf des isl. Abschleppunternehmens wird 4x unterbrochen, weil das Netz zu schwach ist.

Nochmals besten Dank für deine Nachtarbeit, Tom!

 

Am Nächsten Morgen steht um 10 Uhr der Abschleppwagen da. Der Amarok wird aufgeladen und nach Reykjavik gebracht, weil hier die Chance am grössten ist, die nötigen Ersatzteile zu kriegen. Nach 120 km im Huckepack, wird der Filou bei der Heklagarage in Reykjavik abgeladen. Da Wochenende ist muss ich bis Montag warten, bis es weitergeht.

 

Heute war ich nun in der Garage und es dauert 3 Tage bis die erforderlichen Teile da sind. Am Donnerstag sollte der Filou wieder geflickt sein. Bis dahin heisst es nun warten.

 

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Peter & Heidy