Island - Tagebuch 2011
Hier das neue Tagebuch. Wer einen Kommentar zu einem Eintrag schreiben will, klickt auf die Überschrift neben dem Datum. Danach öffnet sich das Kommentar-Fenster.
Do
29
Sep
2011
Velkomin heim!
Nach einer langen Fahrt sind wir am Donnerstagabend gegen 17 Uhr zu Hause angelangt. Für mich, der ich am 16. Juli in Signau wegfuhr, ging eine lange Zeit zu Ende, die ich aber nicht missen möchte. Trotz allem schlechten Wetter, Krankheit und Pannen mit dem Auto, was eben so alles dazu gehört.
Interessant ist die Aufteilung der Kosten. Da ich in den 10 Wochen rund 11'000 km zurückgelegt habe, sind die Dieselkosten am höchsten.
Ich möchte es nicht unterlassen, allen zu danken, die mir diesen Urlaub ermöglicht haben. Allen voran Regina, meiner Stellvertreterin.
Ebenfalls ein herzliches Dankeschön an meine zeitweiligen Begleiter: Christian, Heidy, Julia, Maik, Lutz, Gabi, Freyr ... und wer sonst noch alles meine Wege gekreuzt hat.
Es wird nicht der letzte Urlaub in Island gewesen sein ....
Als nächstes, müssen nun die Probleme mit der Motoraufhängung gelöst werden, und ... ach ja, in zwei Wochen beginnt die Schule wieder. Irgendwie freue ich mich ...
Mi
28
Sep
2011
Legoland in Dänemark
Für heute hat Heidy den Wunsch geäussert, das Legoland in Billund zu besuchen. Also machten wir uns nach dem Morgenessen auf den Weg.
Schon beim Eingang hatten wir Glück und eine Besucherin vor uns drückte uns einen 2 für 1 Gutschein in die Hand.
Das Weisse Haus darf auch nicht fehlen.
... aber die Modelle lassen sich nicht lumpen.
Anschliessend, am Nachmittag, begann die Rückfahrt über die Autobahn in Richtung Heimat.
So
25
Sep
2011
Nordseeküste
Beeindruckend, was da aus Sand und Wasser geschaffen wurde.
Details im Comic-Stil
Danach kam die Shoppingmeile von Søndervig
Heidy fand zielstrebig die gewünschten Geschäfte...
Irgendwie kam sich Filou mit seinem Aussehen, ein wenig "overdressed" vor ...
Sa
24
Sep
2011
Zurück auf dem Festland ...
Pünktlich um 10 Uhr lief die Norröna in Hirtshals im Norden von Dänemark ein. Heidy war derweil mit dem Flugzeug von Kloten nach Aalborg geflogen und hat dort den Zug nach Hirtshals genommen. Um 12.30 holte ich sie am Bahnhof ab und wir starteten die Rückfahrt durch Dänemark gemeinsam. Die Route führte uns an die Nordseeküste, die manchen schönen Badeort aufweist. Unterwegs plagte uns der Hunger und und wir versuchten mal die dänischen Hamburger.
Heidy mit ihrem Cheesburger mit Pommes ...
und ich wegen der Linie nur einen Hamburger mit vieeel Salat!
Übernachtet haben wir dann auf dem Campingplatz in Søndervig, wo wir am nächsten Tag die Sandskulpturen anschauen wollten.
Do
22
Sep
2011
Schiffsreise
Die Fahrt der Norröna von Island über die Färöer nach Dänemark.
Torshavn, die Hauptstadt der Färöer.
Nach 6 Stunden mahnte das Schiffshorn zur Abfahrt und der kleine Leuchtturm glänzte in der Abendsonne.
Mi
21
Sep
2011
Bless, bless Island
Nun ist der Moment also da wo es heisst Abschied nehmen. Vor 9 Wochen habe ich meine 4. Reise nach Island hier in Seydisfjorður begonnen. Eine erlebnisreiche Zeit. Noch ist es ein weiter Weg nach Hause. Heidy erwartet mich in Dänemark, so dass wir dann zusammen den Rückweg unter die Räder nehmen werden. Hoffen wir mal, dass der lädierte Filou das noch schafft.
Um 20 Uhr (22 Uhr in der Schweiz) heisst es nun Leinen los und einen letzten Blick auf die traumhafte Insel. Island wir kommen wieder. Wenn einem das Islandvirus gepackt hat, wird man es nicht mehr los. Dagegen gibt es keine Medizin, da hilft nur eines: wieder hinfahren!
Der nächste Tagebucheintrag erfolgt am Samstag, wenn ich wieder von Bord komme und einen Internetzugang habe.
Di
20
Sep
2011
Zweitletzter Tag auf der Insel
Heute morgen erwachte ich vom Prasseln der Regentropfen. Nun, die heutige Strecke wird nicht mehr ganz so lange wie gestern. Nach dem Frühstück ging es durch den Regen der Südküste entlang bis Djupivogur.
Vor zwei Jahren habe ich hier an diesem Strand einen Schuh voll herausgezogen ...
Auf der andern Seite war das Wetter besser.
Von Egilstadir ging es weiter über den Pass nach Sydisfjördur.
Nachtspaziergang
So langsam geht mein letzter Abend in Island zu Ende und ich ziehe mich in meinen Filou zurück unter der Leuchtschrift am Hang.
Mo
19
Sep
2011
Gegen Osten, in Richtung Fähre ...
Heute habe ich mich also von Julias rotem Haus verabschiedet und ebenfalls von Christian, der noch bis zum 5. Oktober in Island bleibt. Mit dem Camper ging es bei regnerischem Wetter der Südküste entlang.
Die Sonne hat nur ab und zu ein Loch in die Wolkendecke gerissen und diese Momente habe ich ausgenutzt.
Die Gletscherzungen des Vatnajökulls waren in Wolken gehüllt.
Bei der Gletscherlagune am Jökulsarlon gab es kurz Sonnenschein und so legte ich am Meeresstrand eine Pause ein.
Die Brandung spühlte die Eisblöcke wieder an den Strand, wo skurrile Gebilde entstanden.
Nach über 400 km Fahrt gelangte ich in Höfn an, wo ich nun ganz allein auf dem Zeltplatz übernachte. Die meisten Touristen haben wohl das Land bereits verlassen.
Farbenspiel am Zeltplatz Höfn.
So
18
Sep
2011
Stürmischer Sonntag
Das Wetter in Island scheint momentan mit dem in der Schweiz übereinzustimmen. Der Wind pfeift um das rote Haus und ich habe beschlossen, es heute den zwei Katzen von Julia gleich zu tun.
Mein letzter Tag in Julias Guesthouse
Ich habe nun ganze 18 Tage in Julias rotem Haus verbracht und mich sehr wohl gefühlt. Ein Teil des Aufenthaltes ergab sich aus der Krankheit und dann die Panne mit dem Auto. Morgen heisst es Abschied nehmen vom roten Haus, den Katzen Filou und Nero, den Hühnern, die Frühstückseier lieferten und dem Hahn, der zeitig alle weckte ;-) und den Hasen.
Vor allem aber von Julia, die mit ihrer offenen, liebevollen und hilfsbereiten Art hier die Gäste umsorgt und dem Haus einen unvergesslichen Charme verleiht. Auch das jeden Morgen frisch gebackene Brot wird mir fehlen. Danke für Alles, Julia.
Ich werde gerne wieder dein Gast sein.
Danke, Julia & Maik
Sa
17
Sep
2011
Schafscheid auf isländisch
Heute morgen fuhren wir wieder zum Rettir und wohnten dem Schafscheid zu. War das ein Betrieb. Ein Volksfest für die ganze Familie. Jung und alt trifft sich im mittleren Rund und hilft Schafe suchen.
Die Schafe werden anhand der Ohrmarken auf die Besitzer verteilt. Alle blauen Schafe stammen aus dieser Gegend. Verirrt sich ein anders farbiges Schaf in den Rettir, wird es geschlachtet.
Das war ein tolles Schauspiel.
Sobald das Gatter geöffnet wird, stürmen die Schafe zum Rettir.
Selbst die Jüngsten waren mit dabei.
Störrische Tiere wurden dann so eingeladen.
Fr
16
Sep
2011
Reykjavik und Schafabtrieb
Heute gab es einen Ausflug nach Reykjavik, da das Wetter nach wie vor nicht so toll war.
Experimente mit dem iPhone und der HDR-App.
Selbstbildnis
... aber in Reykjavik gibts den obligatorischen BBQ-Burger, natürlich mit WLAN für Christian.
Nach der Rückkehr ging es sofort zum Schafabtrieb. Mit Pferden wurden die Schafe im Hochland zusammengetrieben und dann Gebietsweise in einen Pferch gesperrt, um dann am nächsten Tag in einem sogenannten Rettir nach Besitzer aufgeteilt zu werden. Bei uns nennt man das Schafscheid.
Do
15
Sep
2011
Regen ...
1 KommentareMi
14
Sep
2011
9. und letzte Woche auf der Insel
Heute in einer Woche werde ich Island wieder mit der Fähre verlassen. Heute war wahrscheinlich der letzte sonnige Tag dieser Woche, den galt es zu geniessen. Nachdem Christians Bekannte abgereist waren machten wir uns auf den Weg in Richtung Fludir. Über Naturpisten fuhren wir mit seinem Landrover in Richtung Gullfoss und hofften auf der östlichen Seite zum Fall zu gelangen. Doch daraus wurde nichts. Wir fuhren gleichwohl noch bis zum Wasserfall und es lohnte sich. Gerade als wir dort waren, riss der Himmel auf und es gab einen wunderschönen Regenbogen im Wasserspray der vom Fall aufstieg.
In Island nennt sich das Poulet-Sandwich
Di
13
Sep
2011
Coiffeurbesuch und Urridafoss
Nachdem ich nun für den Filou ein Pistenverbot habe, tröstet es mich ein bisschen, wenn ich im Wetterbericht sehe, dass es im Hochland morgen Schnee gibt.
Ich habe mich heute entschlossen, rund eine Woche vor meiner Rückkehr in die "Zivilisation" einen Besuch beim Coiffeur zu machen.
Ein Spaziergang entlang des Meeres.
Mo
12
Sep
2011
Werkstattbesuch
Heute machte ich mich mit Julia auf die Suche nach einer Werkstatt in Selfoss. Am vierten Ort hatte man dann die Zeit, sich unter meinen Filou zu legen. Die befriedigende Antwort, man könne dies beheben, stimmte mich schon besser.
Filou auf dem Operationstisch.
Schuld an der ganzen Misere sind die zu weichen Motorlager. Der Motor macht zu viel Weg und so werden Ventilatorblätter abgesprengt und diverse Teile kratzen an der Karosserie, so sieht man, wie stark sich der Motor in der Höhe und seitwärts sich bewegt.
Den Lärm vom Motor bei Last entpuppte sich als durchgescheuertes Rohr (mit Drahtgeflechteinlage). Auch hier ist viel zu wenig Platz und die Turbine und das Rohr knallen immer wieder auf das Chassis.
Durchgescheuertes Rohr
So, notdürftig ist der Filou nun geflickt. Ob der Turbolader das mit Loch geschafft hätte, weiss ich nicht.
Asphaltstrasse geht noch, aber hart Geländeeinsätze sind tabu, da müssen zuerst die Motorlager optimiert werden.
Das wird dann zu Hause das erste sein, das gemacht werden muss.
Unterstützung wurde mir schon vom ehemaligen Importeur aus Österreich, Erich Christ, per Mail zugesagt.
Sa
10
Sep
2011
Laki - Krater
Heute der 3. Anlauf, die gesamte Laki-Piste zu fahren. 1996 war es regnerisch, so dass man nichts sah, 2009 kehrten wir mit Karin und Jonas beim Fagrifoss um und nun 2011 sollte es klappen. Leider ist die Anfahrt lang, aber die Zeltplätze werden nun nach und nach geschlossen, so dass das Übernachten in der Nähe schwierig wird.
Furten und Wasserdurchfahrten
Bei Schlaglöchern polterte es im Motorraum und bei Last (Aufwärtsfahren faucht der Filou wie eine Dampflokomotive. Gesehen hat man nichts, herunter hing auch nichts und die Motordiagnoselampe leuchtet nicht auf. Erst mal ein gutes Zeichen. Mögliches Problem: Einer oder mehrere der Silentblöcke, auf denen der Motor gelagert und befestigt ist ist kaputt und durch die zusätzliche Bewegung ist beim Auspuff etwas angerissen. Gebrochen noch nicht, sonst wäre der Auspuff lauter. Die Motorlager haben nun bereitzs die 3. Island-Expedition hinter sich, so dass der Verschleiss erklärbar wäre. Am Montag geht es also mal wieder in die Garage. Zuerst heisst es aber noch sachte aus den Kratern zu kommen, über 50 km Rüttelpiste im Sonntagsfahrertempo zu absolvieren.
Blick über das Lavafeld der Lakispalten, deren Vulkane im Jahre 1783 und 84 ausbrachen.
In einigen kann man ein Gesicht erkennen
Der Sonnenuntergang auf der Heimfahrt sollte nicht das letzte Highlight sein...
Fr
09
Sep
2011
Einfach toll ...
Heute morgen bin ich um 9 Uhr zu meiner nächsten Hochlandfahrt gestartet. Auf den über 100 km Pisten und Geröll- und Sandfeldern bin ich einem einzigen Auto begegnet und 4 Wanderern. Da bewährt sich die viel gemachte Methode einiger Touristen dann nicht mehr, bei der Furt auf ein anderes Auto zu warteten.
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Einige Perlen am Rande der Piste ...
Hier beginnt die F261, die Hochlandpiste durch das Markarfljót
Auf dem Weg zum Mælifellssandur gab es einige listige Lavabuckel, die von der Verschränkung der Achsen einiges verlangten.
Filou meisterte aber auch dieses Problem
Zwischendurch wieder eine Furt.
Neun Stunden war ich unterwegs und es war eine schöne Tour. Viele Fotohalte und bleibende Eindrücke. Morgen geht es zu den Lakispalten.
Do
08
Sep
2011
Morgen geht es wieder los!
Heute habe ich vorwiegend drinnen gearbeitet und mich durch die isländische Musik berieseln lassen. Von dem, was ich auf Island eredigen wollte, habe ich nun bereits drei Viertel gemacht. Am Nachmittag habe ich dann den Filou wieder startklar gemacht. Alles was noch herumlag habe ich wieder eingeräumt, damit mir auf den Pisten nicht alles um die Ohren fliegt.
Ganz zuletzt habe ich dann doch mit einem mulmigen Gefühl die Kühlerhaube geöffnet. Welch eine Erleichterung, das Wasser war noch da!
Nun kann es morgen also losgehen. Durch die Markarfljot hinauf fahren und dann durch den Maelifellsandur. Mehr dann morgen Abend, liebes Tagebuch.
Filou ist bereit zu neuen Taten.
Mi
07
Sep
2011
Hausarbeit
Mit meinem Schnupfen und meinen Stirnhöhlen wird es langsam besser. Heute habe ich beim Abwasch geholfen und danach meine Wäsche vom Vortag gebügelt.
Geschafft, Jeans wie neu, T-Shirt und Taschentücher.
Christian war mit seinen Bekannten unterwegs und ich ging am Nachmittag mit Julia nach Selfoss einkaufen. Ich habe wieder vieles über gewisse Nahrungsmittel erfahren, was ich bisher nicht wusste. Vor der Rückkehr setzten wir uns noch ins Kaffihus und tranken einen Swiss-Mocca. Heute Abend gibt es zum Nachtessen eine Bündner Gerstensuppe (Julia ist eine Bündnerin).
Di
06
Sep
2011
Wetter besser, Krankheit besser, Laune besser!
Heute morgen machte sich der Einsatz des Antibiotikas bereits deutlich bemerkbar, ich konnte wieder durchschlafen und habe, wie Christian und Julia bemerkten, auch wieder besser ausgesehen. Das passt nun gut zusammen, da der Wetterbericht auf Ende Woche wieder gutes Wetter verspricht, so dass ich nochmals ins Hochland fahren kann.
Die Frühstückseier haben bei Julia immer eine Zeichnung drauf.
Bei mir diesmal ein Camper.
Christian hatte eine Flagge.
Christian musste am Nachmittag seine Bekannten am Flughafen abholen und Julia brachte eine junge Möwe, die sich verflogen hatte ans Meer und arbeitete beim Bauern, so dass ich ganz allein war und in Ruhe an meinen Schulsachen arbeiten konnte. Daneben war noch Waschtag. Es muss eben alles bereit sein, wenn es wieder ins Hochland geht.
Bald gibt es wieder saubere Taschentücher
Mo
05
Sep
2011
Krankenhaus auf isländisch
Heute fuhr die ganze Besatzung von Julias Guesthouse mit mir ins Spital: Christian als Chauffeur und Julia als Übersetzerin. An der Reception verlangte man die Krankenkassenkarte. Die Karte hatte ich dabei, aber etwas anfangen damit konnten sie nicht, obwohl zeitweise 3 Angestellte das kreditkartenförmige Ding anschauten. Nach kurzer Zeit wollte sie dann eine andere Karte, die Kreditkarte.
Bevor ich überhaupt einen Weisskittel zu Gesicht bekam musste ich 37`300 isKr. bezahlen. Eigentlich wollte ich gar nicht das Spital kaufen! Ich hoffe nur, dass mir die Krankenkasse diese Behandlungsgebühr zurückerstattet, immerhin sind es rund 260 sFr. Danach kam ich zu einer Krankenschwester, der wir alles erklärten und die entschied dann, dass ich zum Arzt könne. Auf der andern Seite des Ganges wartete ich weitere 5 Minuten und dann kam der Arzt. Er untersuchte mich kurz und entschied dann, als er mich fragte ob ich herum reise, mir Antibiotika zu verschreiben, da er mir wahrscheinlich ansah, dass ich mich nur schwer in einem Bett still halten kann. Mit dem Rezept in der Hand machte ich mich dann auf zur Apotheke. Die Antibiotika waren mit umgerechnet 20 Fr. schon wieder billig.
Ab sofort nur noch gesunde Sachen...
... und isländisches Wasser (man beachte den Alkoholgehalt von 40 Vol.%
Sa
03
Sep
2011
Krank ...
Infolge Erkrankung des Hauptdarstellers fällt der heutige Beitrag aus! Ich bitte um Verständnis.
Fr
02
Sep
2011
Arbeitstag in Hraunvellir
Die Adresse von Julias Guesthouse ist Hraunvellir, was soviel wie Lavafeld heisst. Zu Julia gehören auch die Tiere. In der Wohnung sind zwei Katzen, Filou und Nero. Draussen spazieren 8 Hühner und ein Hahn ums Haus herum und drei Kaninchen.
Das ist Filou
Hier ist Nero zu Besuch
Julia füttert die Hühner
Nach dem Morgenessen widmete ich mich meiner Arbeit ...
Zwischendurch ist auch Zeit zum Beobachten des Wolkenspieles draussen
Do
01
Sep
2011
Wetter
In der Nacht hatte es tüchtig gewindet und auf dem Zeltplatz in Grindavik hat der Sturm zwei Zelte zerlegt. Auf Island braucht es eben stabilere Zelte als bei uns. Wie sagt doch Christian immer so schön: ein "Mutti das Wetter ist schön, wir schlafen im Garten"-Zelt reicht nicht. Das musste Tom ja auch schon erfahren. Wir fuhren dann der Küste entlang, wo es zwar auch windete, aber der Passübergang bei Hveragerdi war nicht dabei und die Strecke war vor allem kürzer und sehr wenig befahren.
Die Strandkirkja bei Porlakshöfn
Wir entschlossen uns dann in Porlakshöfn ins Schwimmbad zu gehen und uns bei diesem Wetter im Hot Pot zu erholen. Von dort fuhren wir dann zum Bakkabrim und freuten uns schon auf die gute Gemüsesuppe. Dazu natürlich einen Swiss-Mocca. Sowohl Christian, als auch ich, zählen schon bald zu den Stammkunden (wenigstens unter den Touristen).
Der Swiss-Mocca bei David
Vom Bakkabrim aus fuhren wir nach Selfoss und dann weiter über die 30 zu Julias Guesthouse. Julia ist eine Schweizerin, die hier das alleinstehende rote Haus seit 2009 als Guesthouse betreibt. Hier will Christian an seinen Fotos und IT Projekten arbeiten und ich möchte meinen Schnupfen auskurieren und weiter an meinen Schulthemen arbeiten.
Julias Guesthouse
Der leidige Schnupfen lässt mich nicht los.
Mi
31
Aug
2011
Filou wieder "on the road"
Pünktlich um halb neun fuhren wir bei der Werkstatt vor (dem Navi sei Dank). Dort wurden wir freundlich empfangen und mit Kaffee versorgt. Nachdem der Mechaniker den Filou von vorne bis hinten kontrolliert hatte und auch nichts fand, setzte er den Druckprüfer an das Expansionsgefäss und kurz darauf konnte man hören, wie die Flüssigkeit herausspritzte. Nach der Demontage des Luftfilters war der Störefried bald gefunden. Eine Rohrverbindung mit Plastikummantelung, die dem Druck des heissen Kühlerwassers nicht standgehalten hat.
Hier der Übeltäter und die zwei neuen Röhrchen.
Christian und ich machten uns nun auf Ersatzteilsuche in Reykjavik. Solche Schlauchnippel schien es nirgends zu geben in diesem Durchmesser. Man half uns mit zwei Alurohrstücken aus, die wir nicht einmal bezahlen mussten. Zurück in der Garage, fräste der Mechaniker noch Rillen hinein, dass der Schlauch auch ja nicht abrutscht.
Bereit zu Einbau.
Bald war das Teil eingebaut. Dem Mechaniker entging nicht, dass noch ein zweites solches Rohrstück eingebaut war. Er wechselte dieses auch gerade aus, damit mich nicht noch einmal das gleiche Schicksal ereilt.
Kurz vor Mittag waren wir mit dem geflickten Filou wieder auf dem Zeltplatz in Reykjavik. Ich war sehr erleichtert, dass es nur ein Schlauch war und nicht etwa der Zylinderkopf oder die Dichtung, das hätte mehr Arbeit und mehr Kosten verursacht.
A prpos Kosten: 1 Stunde Arbeit und 2 Liter Kühlflüssigkeit wurden mir verrechnet: 11`000 Kronen, das entsprich 77 Fr.
Ich möchte nicht wissen, was ich in der Schweiz in einer IVECO-Vertretung bezahlt hätte.
Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie freundlich und hilfsbereit die Isländer sind, wenn man in Not ist, auch wenn sie manchmal von aussen rauh und unnahbar wirken. Man muss nur auf sie zugehen und das "Takk fyrir" (Danke)
ist hier in Island noch etwas anderes als bei uns, man sagt es nicht nur, sondern lebt es auch. Es ist nicht alles so selbstverständlich wie oft bei uns zu Hause.
Eigentlich sollte das Bild den Titel tragen: So campt eine Frau ...
Auf dem Zeltplatz trafen wir zum dritten mal Alma mit ihrem VW-Bus an, sie musste ihre Essbox, die sich in ihre Einzelteile auflösen wollte, reparieren.
Dass da mit Hammer und Nägeln nichts mehr zu machen war, sahen wir schnell und Lutz hatte auch einen passenden Spanngurt dabei.
Der Fairness halber hier das Resultat, der aufgeräumte Bus von Alma. Nun hat sicher auch noch das neu erworbene Islandpferd darin Platz ;-)
Schon fast beängstigend sauber ...
Christian hat hier in Reykjavik seinen Kumpel Sven wieder aufgeladen, der den Laugavegur gewandert war. Da er morgen Donnerstag abreist, fuhren wir nach Grindavik, um näher am Flughafen zu sein und vor allem auch weil es da eine gute Pizzeria "Mamma mia" gibt. Filou hätte sich auch eine Pizza verdient.
Di
30
Aug
2011
:-((( Ärger )))-:
Ventil um Deckel des Expansionsgefässes.
Heute morgen füllte ich, nachdem das Ventil des Expansionsgefässes gereinigt war voller Hoffnung den Wasserbehälter wieder auf und wir fuhren nach Keflavik, wo wir nur schnell neues Kühlmittel als Reserve kaufen wollten. Beim Zurückkommen aus der Garage entdeckte ich dann eine grosse Pfütze unter dem Motor. Ein Blick unter die Haube zeigte, dass ich während den 9 km von Garður nach Keflavik fast 1 Liter Kühlerflüssigkeit verloren hatte. Erstmals sah man jetzt auch wohin es lief, aber wichtiger wäre es, zu wissen woher es kommt.
Da wir ja über mobiles Internet verfügen, suchten wir eine offizielle IVECO Niederlassung in Reykjavik. Die gab es aber scheinbar nicht. In Akureyri soll es eine geben. Christian meinte dann, es gebe doch noch den Schweizer Camperverleih Camper.IS, die sind ebenfalls in Keflavik ansässig.
Wir fuhren also dorthin. Dort wurden wir von zwei jungen Schweizern, die die Sommersaison über dort arbeiten freundlich empfangen und eben auch verstanden, denn iIsländisch wie auch Englisch ist nicht meine Stärke. Sofort wurde unters Auto geschaut und es war bald einmal klar, dass der hintere Teil des Motors und das Getriebe voller Kühlflüssigkeit sind. Da gerade Mittagszeit war, mussten wir warten, bis die Garage gegenüber wieder offen hatte. In der Zwischenzeit gab es Kaffee und wir erhielten einen kleinen Einblick in das Geschäft der Autoverleiher in Island und über deren Kunden, die Touristen. Haarsträubend, was da so alles passiert.
Nach der Mittagspause gings in die Garage auf den Lift. Der Garagist meinte, es könnte an der Wasserpumpe liegen, was für mich nicht so nachvollziehbar ist, da der Motor ja weiterhin kühlt, wenn die Pumpe hinüber wäre, dann würde der Motor überhitzen. Er riet uns, in Reykjavik zu einer Fiat-Iveco-Vertretung zu fahren, da er auch keine Teile am Lager hätte.
Die zwei Jungs von Camper.IS haben dann telefoniert und für uns einen Termin morgen Vormittag abgemacht und ich bekam einen Zettel mit der Adresse fürs Navi in die Finger gedrückt. Dies wohlverstanden kostenlos. Das ist übrigens die Firma, die im Islandforum im Internet so durch den Schmutz gezogen wurde. Ich habe das ganz anders erlebt, ich hatte ja nicht einmal ein Auto von denen! Selbstverständlich gab es Trinkgeld für diese Hilfeleistung. Gespannt bin ich auf die Diagnose morgen. Ich habe mit Christian die Möglichkeiten durchgesprochen, wenn es zwei oder drei Tage dauern würde. Wahrscheinlich würden wir in ein Guesthaus ziehen, ev. zu Julia nach Selfoss. Wir werden sehen. Ich hoffe immer noch auf einen angerissenen Schlauch ...
Ich übe nun bereits die halbe Nacht technische Vokabeln auf englisch Cooler, pressure, water, fan, ....
Die Niederlassung von Camper.is
Immer wenn Filou so weit oben ist, ist etwas nicht in Ordnung.
Mo
29
Aug
2011
Ruhetag
Heute habe ich einen Ruhetag eingelegt und gezielt an meinem mitgenommenen Schulmaterial gearbeitet. Das Wetter war solala, erst gegen Nachmittag zeigte sich etwas die Sonne und ein wenig blauer Himmel.
Am Nachmittag habe ich mit Christian, der derweil seine Fotos bearbeitete, einen kurzen Spaziergang ins nahe gelegene Kaffee gemacht und ein Stück Kuchen gegessen, was ich aber besser hätte bleiben lassen, er war zwar lecker, aber die Deckschicht fast 1 cm dicke Schokolade und in er Mitte auch noch mal.
Garður am Nachmittag. Ab Abend war es bereits wieder bewölkt und in der Nacht Regen.
Der Bounty-Kuchen
So
28
Aug
2011
Reykjanes
Von Grindavik aus machten wir uns auf den Weg weiter der Küste entlang und landeten im Power Plant Earth - Museum in Reykjanes.
Unser Weltall im Miniformat.
Christian auf dem Erdbebensimulator. Das fühlt sich an wie ein PowerPlate-Training.
Unser Sonnensystem im Taschenformat
Christian in bester Gesellschaft, mit Herrn Einstein (aus Stein)
Draussen beginnt ein Planetenweg mit der Sonne.
In meinem Cockpit überwiegen immer noch die Taschentücher ...
Grüner Kuchen? Nein, das ist ein Blaubeerküchlein, sieht zwar seltsam aus, war aber ganz frisch und lecker ...
Am Abend wurde im Filou gekocht ...
Spaghetti ...
... mit Salat
Zu später Stunde kamen auch noch Lutz und Gabi auf den Zeltplatz.
Nachts leuchteten der alte ...
... und der neue Leuchtturm.
Sa
27
Aug
2011
Goða ferð (gute Reise), Heidy
Heute morgen fuhren wir zum Flughafen in Keflavik. Eigentlich sollte der Flieger um 8.20 Uhr abheben, aber er startete erst um 9.30 Uhr.
Bless bless (auf Wiedersehen) Heidy, ich werde dich vermissen!
Morgenstimmung auf dem Weg nach Grindavik.
In Grindavik stellten wir unsere Autos hin und schliefen noch eine Runde. Danach verfolgten wir den Spot von Christians Kollege Sven, der den Laugavegur (55 km) von Landmannalaugar aus wandert.
Fr
26
Aug
2011
Letzter Tag von Heidy
Nach der doch etwas anstrengenen Hochlandetappe, fuhren wir am Freitag in Richtung Keflavik, da Heidy am Samstagmorgen den Flieger in die Schweiz nehmen muss. Ein Sicherheitspolster brauchen wir immer, da uns seit mehr als 14 Tagen ein Schwinden der Kühlerflüssigkeit zu denken gibt. Ob bei stehndem oder laufendem Motor verlieren wir Kühlerwasser, doch auf den Parkplätzen ist alles trocken, also kein Leck. Bisher konnte mir niemand sagen wo das hingeht. Auf 100 km verlieren wir so 1,5 Liter. So füllen wir brav immer wieder Wasser und Frostschutz auf, in der Hoffnung, dass nichts passiert.
Als Übernachtungsplatz haben wir wieder Sangerdi, das nur 5 km vom Flughafen entfernt liegt ausgewählt. Doch was war da los, auf dem Platz, wo wir bisher immer fast alleine waren, standen schon unzählige Camper. Wir stellten uns dazu, doch bald schon wurde klar, dass man dannicht zum Schlafen kommen wird. Der Campingwart klärte uns auf, dass an diesem Wochenende das Stadtfest von Sandgerdi gefeiert werde. Wir zogen es dann vor, einen andern Platz zu suchen, wo wir noch etwas Schlaf fanden. Weitere 5 km weiter fanden wir beim alten Leuchtturm von Garður einen ruhigen Zeltplatz, direkt am Meer. Mich hatte wieder einmal der Schnupfen gepackt, so dass ich vor lauter Niesen nichts vom Sonnenuntergang mitbekam. Heidy hat für mich alles mit dem Fotoapparat festgehalten.
Zeltplatz in Garður
Reste unserer Hochland-Tour
Sonnenuntergang in Garður
Do
25
Aug
2011
Ab ins Hochland - nach Landmannalaugar
Am Donnerstamorgen weckte uns früh schon die Sonne. Es ist Heidys zweitletzter Tag in Island. Wir haben beschlossen, ins Hochland zu fahren.
Heidy mit ihrem neuen Island-Pulli
Nach dem Frühstück fuhren wir vn Selfoss aus in Richtung Hella und nahmen die Abzweigung zur F26, der Sprengisandurpiste. Bald einmal verliessen wir diese und fuhren ostwärts gegen Landmannalaugar. Diese Gegend ist bekannt für ihre prächtigen Farben, hervorgerufen durch verschiedene Gesteinsschichten und das Grün des spriessenden Mooses und dem Gras, das an den Hängen wächst.
330 km mehrheitlich Pisten erwarten uns. Das Wetter stimmt, also los.
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Wellblech-Piste, soweit das Auge reicht ...
In Richtung Landmannalaugar wird es ruhiger, es sind schon nicht mehr so viele Touristen im Land.
Einigen Orten ist die Piste arg zerlöchert ...
... die Übeltäter sind rasch gefunden.
Dieses Schild macht den Fahrer darauf aufmerksam, dass er auf der Piste mit Furten zu rechnen hat. Im Hochland gibt es nur sehr wenige Brücken. Die meisten Bäche müssen gefurtet werden.
Mit den grossen Rädern hat man schon einen Vorteil. Das Gewicht hingegen kann dann wieder nachteilig sein, wenn der Untergrund nicht fest ist.
Durch zwei Furten gelangt man zum Zeltplatz von Landmannalaugar. Hier ist auch der Ausgangspunkt für viele Hochlandwanderungen.
Wir verlassen Landmannalaugar auf der Piste F208 in Richtung Süden.
Die Piste ist löcherig und einige Male fliegt mein Navigator (Heidy) fast an die Decke.
Das Umfahren der Schlaglöcher wird zu einem Kunststück.
Wenn es geregnet hätte, wäre jetzt überall noch Wasser drin ...
Das war wohl etwas zu viel Schwung, Christian!
Ein "ausgewanderter" Berner. Aber das passiert dort scheinbar öfters, mitten im Fluss lag auch schon ein Nummernschild ...
Etliche Furten führten durch das Flusstal in Richtung Süden.
Wunderschöner Ausblick ...
Ach ja, es hatte auch Radfahrer unterwegs. Wenn man die Pisten anschaut und die Distanzen, dann begreift man das nicht so ohne weiteres. Die müssen stets auf den Boden schauen und kriegen doch von der Landschaft nichts mit.
Langsam geht es wieder in Richtung Meer hinunter an die Südküste.
Die Piste wurde hier mit einem riesigen Trax "fehobelt" und die Schlaglöcher gefüllt. So kann sie nun etwas schneller befahren werden.
Hier sind wir wieder in der Zivilisation angelangt.
Bei der Rückfahrt nach Seljaland kamen wir auch beim momentan wohl berühmtesten Vulkan vorbei, dem Eyafjallajökull.
Abendstimmung am Seljalandsfoss.
Da für diese Nacht die Prognose für Nordlichter in Island günstig war, machten Christian und ich die Kameras bereit für Nachtaufnahmen. Doch das einzige was herausschaute war neben einem Bild des beleuchteten Wasserfalles vom Zeltplatz aus, ein arger Schnupfen bei mir, da die Temperaturen nachts doch nahe beim Gefrierpunkt sind.
Mi
24
Aug
2011
Zurück im Süden
ganz schön steil ...
Hallgrimskirkja in Reykjavik
Hier ist Heidy im Element: Reykjaviks Einkaufsmeile ...
Christians Lieblingsladen
Unser grösster Kostenfaktor, der Diesel
Zeltplatz Selfoss
Mo
22
Aug
2011
Zweiter Tag in Uppsalir
Nach dem Frühstück fuhren wir in Richtung Akureyri und besuchten das Weihnachtshaus.
Mittagessen in Akureyri (Das beste Eis von Iceland)
Unser Zimmer in Uppsalir
Aufenthaltsraum
Aufenthaltsraum
Küche
Esstisch
Tagebuchschreiben am Küchentisch
Das Nachtessen wird vorbereitet
Streicheleinheiten für Emilianna
Unser Nachtessen
lecker ... Fisch mit Kartoffeln und Buttersauce
So
21
Aug
2011
Von Husavik nach Uppsalir
Heute morgen, als wir erwachten, war strahlender Sonnenschein. Am Horizont zeigten sich jedoch riesige Wolkenbänke, so dass wir wussten, dass das gute Wetter wohl nur in diesem Zipfel der Insel herrschte. Wir hatten am Abend vorher noch beratschlagt, was wir weiter unternehmen werden. Sven wollte trotz Wetter jetzt endlich mal wandern gehen, und zwar richtig, mit Zelt und so. Wir schlugen ihm vor, den Laugavegur zu laufen und er war einverstanden. Nun musste er nur noch irgendwie nach Landmannalaugar im Hochland kommen, dem Ausgangspunkt der mehrtägigen Wanderung. Wir fanden im Internet einen Bus ab Myvatn, das nur ca. 60 km von Husavik entfernt ist. Also packten wir unsere 7 Sachen zusammen und fuhren nach Myvatn. Auf dem Weg dorthin erwartete uns ein schönes Wolkenspiel.
Piste nach Myvatn
In Myvatn haben wir uns von Sven verabschiedet, wir werden Ende der Woche in Reykjavik wieder mit ihm zusammentreffen. Zur Sicherheit gaben wir ihm Christians GPS und den Tracker mit, damit wir die Route verfolgen können.
Ach ja, und ich habe hier in Myvatn beim Campingplatz meinen Rucksack wieder erhalten, den ich an meinem ersten Tag in Island, als ich wegen der Simkarte nach Akureyri fuhr, vergessen hatte. Welch eine Freude! Heidy, Christian und ich begaben uns dann mal ins Naturbad in Myvatn, den kleinen Bruder der blauen Lagune in Reykjavik.
Nach Akureyri folgten wir dem Fjordtal und gelangten nach einer ca. 15 minütigen Fahrt nach Uppsalir, zum Guesthouse von Freyr Ragnarsson
(http://www.uppsalir.net).
Hier durften wir wieder erleben, was mich an der isländischen Gastfreundschaft so fasziniert: offen, freundlich, herzlich, interessiert.
Wir wurden von Freyr empfangen und er begutachtete interessiert unsern Filou. Danach begann es zu regnen und wir setzten uns in die Küche an den grossen Tisch und plauderten in Isländisch/Deutsch/Englisch und mit Händen und Füssen. So erfuhren wir, dass die Freundin von Freyr noch in Deutschland ist mit ihrem Sohn und erst im November auf die Insel zurückkommt, da sie ihre Ausbildung fertig macht. Irgend einmal kam die Frage nach dem Essen auf. Wir wünschten uns ein typisch isländisches Gericht. Kurz darauf verliess uns Freyr und ging rasch noch einkaufen. Nach seiner Rückkehr gabs noch weiteren Besuch: ein Freund von Freyr mit seinen 2 Kindern, der 1998 Aserbaidschan verlassen hatte und seither in Island lebte mit seiner Familie. Nach Kaffee und Kuchen tauten auch die 2 Kinder (2 und 3 Jahre, besuchen ab morgen die Schule (bzw. Kindergarten in Island!) auf und nahmen Heidy und mich in Beschlag. Als nächstes ging es zu den Tieren, obwohl es in Strömen regnet, aber das scheint die Isländer überhaupt nicht zu stören, dagegen kann man sich ja anziehen.
Danach begaben wir uns wieder in die Küche um den grossen Tisch und Freyr begann zu kochen. Er bereitete uns eine isländische Spezialität zu: Lammkeule mit süssem Kartoffelpürée und Champignonrahmsauce.
Eine solche Mahlzeit hätten wir in einem Restaurant nie bekommen! Das Fleisch war zart, der süsse Kartoffelstock zwar ungewohnt, aber lecker und dazu die kräftige Sauce. Freyr entpuppte sich als grossartiger Koch.
... and after
Um 22 Uhr begannen wir mit dem Nachtessen und Freyr erhielt kurz nach elf noch einen Telefonanruf und musste noch einen Gast in Akureyri abholen. Es war Suzanne, eine junge Lehrerin aus Amsterdam, die noch eine Unterkunft suchte. So ging der Gesprächstoff nie aus und wir erfuhren, dass sie in drei Wochen per Anhalter um die ganze Insel gereist war.
Beim Abräumen kamen wir auf das Gewicht der Lammkeule zu sprechen. Als Freyr sagte, das wären 2,9 kg gewesen, traf uns fast der Schlag. Sofort wogen wir den Knochen, in der Hoffnung, dass dieser ca. 1,5 kg schwer gewesen sei.
Fazit:
Nach 2,5 kg Lammfleisch, 2 kg Kartoffeln und 2 Liter Sauce für 4 Personen, geht es jetzt langsam ins Bett
góða nótt und takk fyrir
Sa
20
Aug
2011
Ruhetag
Ausschlafen, Bummel durchs Städtchen, Kaffi-Shop, Lesen, Ausspannen und gegen Abend grillieren.
Am Hafen
Zwischendurch zeigte sich etwas Landschaft ...
Rätsel: Was fehlt auf diesem Bild?
Fr
19
Aug
2011
Durch den Norden nach Husavik
Damit brettern sie über alle Schlaglöcher ...
Vor dem Brockenhaus
Von Akureyri aus wendeten wir uns nach Husavik. Auf dem Spot haben wir gesehen, dass Christian und Sven auch dort sind. Auf dem Weg dorthin machten wir noch bei einem Automuseum einen Stop. Die Fahrzeuge ausserhalb gefielen mir fast besser als die restaurierten.
Do
18
Aug
2011
Vatnsnes Halbinsel
Nachdem wir erfolgreich dem Regen enttronnen waren, machten wir heute einen Rundkurs um die Vatnsnes Halbinsel. Beim Hauptort, in Hvammstangi, machten wir einen ersten Halt im Robbenzentrum Islands. Wir sahen und hörten viel Interessantes über diese Meeressäuger.
Robbenzentrum in Hvammstangi
Die Fahrt führte uns um die Halbinsel herum. An einigen Klippen sahen wir zwar Seehunde, aber nie so nahe wie z.B. in Ytri Tunga.
Hvitserkur, 15 m hoher Fels im Meer
Kolugljufur-Wasserfall
Kerbelgewächs
Bevor wir uns wieder auf dem Zeltplatz einrichteten, machten wir noch einen Abstecher ins Schwimmbad von Blönduos, wo wir kurzerhand den Hot-Pot (41°C) in Beschlag nahmen.
Mi
17
Aug
2011
Flucht vor dem Regen
Heute morgen erwachten wir vom Regen, der auf unsern Filou herunterprasselte. Wir hatten den Poker verloren, als wir gegen Osten fuhren. Die Wetterberichte waren sehr unsicher. Heute morgen war aber klar, im Norden ist es schöner. Also nichts wie los und Vik fluchtartig verlassen. Nicht ohne uns vorher noch mit dem leckeren Lammfleisch einzudecken, das gerade frisch angeliefert wurde, bei uns wäre das etliches teurer. Das Kilo Lammrückenfilet kommt hier umgerechnet auf 22 Franken.
Wir entschlossen uns, in Richtung Selfoss der Südküste entlang nach Westen zu fahren und dann über die kürzere Hochlandroute, die Kjölur nach Norden zu stechen.
Vorbei an Gletschern ...
Di
16
Aug
2011
2. Tag Westmännerinseln
Nach den Strapazen von gestern beschlossen wir den Tag etwas gemütlicher angehen zu lassen. Nach dem Frühstück um neun begaben wir uns in das Bad von Heimaey, das über Rutschbahnen und Hot Pots verfügt. Heidy genoss es und blieb 3 1/2 Stunden im Bad (bzw. Liegestuhl). Wir genossen den nach Wetterbericht letzten Sonnentag im Badeanzug, wer hätte das gedacht, in Island.
Danach machten wir noch einen Bummel durch das Städtchen
Wenigstens hat der Geschäftsinhaber Mitleid mit den Männern und stellt ihnen eine Couch vor den Laden.
Tolle Werbung für ein Sanitärgeschäft ...
Danach ging es bereits wieder auf die Fähre in Richtung Festland.
Mo
15
Aug
2011
Westmännerinseln
Als erstes machten wir das Städtchen unsicher und stärkten uns im Kafi-Haus. Danach beschlossen wir den neuen Teil der Insel, der 1973 bei einem Vulkanausbruch entstanden ist. Zu guter Letzt landeten wir dann auf dem Gipfel des Vulkans, der dafür verantwortlich ist, der Eldfell. Meine Knie werden mich morgen an diesen Auf- und Abstieg erinnern!
Pflanzen erobern die Lava zurück
Leuchtturm im Eldfell
Auf dem Kraterrand des Eldfell, der 1973 ausgebrochen ist.
Heidy auf dem Eldfellkrater
Was es hier wohl zu sehen gibt?
Des Rätsels Lösung
Vom Gipfel aus sieht man gut, wie weit die Lava das Städtchen zerstört hat und aber auf der andern Seite auch viel neues Land geschaffen hat.
Nach dem Abstieg machten wir einen Boots-Trip um die Insel. Leider liess uns bald einmal die Sonne im Stich, nachdem wir auf dem Eldfell so prächtiges Wetter hatten.
Kormoran im Gegenlicht
Manchmal muss es auch ohne Stativ gehen
So
14
Aug
2011
Ab in den Süden
Heidy hatte den Wunsch geäussert, einmal die Westmänner-Inseln zu besuchen. Ich war bereits 2009 dort, musste jedoch noch von Porlakshöfn aus 3 1/2 Stunden mit dem Schiff fahren. Heute geht das Schiff von Seljaland aus und braucht noch 35 Minuten. Von Sandgerdi aus fuhren wir über Reykjavik in den Süden. 1. Halt war in Hveragerdi, wo uns die schön geschmückten Häuser auffielen. Die feierten wohl ein Blumenfest.
Park in Hveragerdi mit Vogelhäuschen
Die vermeintlichen Tomaten in den von geothermischer Wärme beheizten Treibhäusern entpuppten sich bei näherem Hinsehen als ...
Danach führte der Weg uns weiter über Selfoss nach Eyrarbakki zum "Bakkabrim Organic Café", bei dem ich schon mal vor verschlossener Türe stand. Heute hatten wir Glück, es war nicht nur offen, sondern hatte auch noch Platz zum Sitzen! Das ist bei ca. 10 Sitzplätzen drinnen und ebenso vielen draussen.
Heidy bestellt schon mal die feine Gemüsesuppe mit frisch gebackenem Brot
Es sah nicht nur gut aus, sondern schmeckte auch herrlich ..
Zum Abschluss gab es dann noch einen doppelten Swiss-Mocca und für Heidy eine heisse Schokolade.
reich beflaggt ...
bunte Häuser
Tolle Angebote innerhalb ...
... und ausserhalb der Geschäfte
Beim Romantic-Hotel gefiel mir besonders ...
Am Ende des Dörfchens befindet sich noch Islands best bewachtes "Hotel"
Von hier aus wollten wir zur Fähre auf die Westmänner fahren, doch leider war für heute alles ausgebucht, so dass wir erst morgen um 10 Uhr übersetzen können. So entschlossen wir uns auf dem altbekannten Zeltplatz beim Seljalandsfoss zu übernachten.Kräftige Windböen fegten uns den Staub des Sandurgebietes entgegen.
... wenn man das a...kalte Wasser nicht fürchtete
Sa
13
Aug
2011
Ankunft von Heidy
1 KommentareFr
12
Aug
2011
Rückweg aus den Westfjorden
Wie bereits gestern beschrieben haben wir keine Fährtickets mehr erhalten und mussten den beschwerlichen Weg um alle Fjordarme auf uns nehmen. Das Wetter am Morgen war auch nicht mehr das, was wir in den letzten Tagen gewohnt waren. Der Wetterbericht hatte aber bereits eine Verschlechterung angekündigt.
So, nun stimmte auch das Wetter wieder
Das sieht doch ganz anders aus
In Bùdardalur schlagen wir nach knapp 200 km Fahrt um die unzähligen Fjorde das Nachtlager auf. Morgen werden sich die Wege von Christian, Sven und mir trennen. Christian und Sven werden nach Snaefellsnes fahren und ich werde die Fahrt nach Keflavik antreten, da Heidy morgen um 16.30 Uhr in Island eintreffen wird.
Damit sie nicht gleich bei der Ankunft einen Schock kriegt, habe ich heute Abend noch den Camper herausgeputzt, da er von den staubigen Pisten der Westfjorde doch einiges an Staub angesetzt hatte.
Danach wurde gekocht ...
Do
11
Aug
2011
Westfjorde 3. Tag
Aussicht vom Campingplatz
So wie der letzte Tag aufhörte, begann auch der neue:mit fiesen Fliegen! Die fahrt führte uns durch den 1996 gebauten Tunnel in Richtung Westen. In der Hälfte des rund 6 km langen Tunnels, eine Abzweigung, danach war der Tunnel nur noch einspurig, aber mit vielen Ausweichstellen. Unser Ziel war der Dynjandi-Wasserfall. Leider hatten wir vergessen, darauf zu achten,wo die Sonne stand. Die Fotos wurden nicht sehr schön, da wir gegen die Sonne fotographieren mussten. Da wird wohl noch ein zweiter Besuch fällig werden.
Der Dynjandi-Wasserfall
Von dort ging es über die letzte Hochebene an die Südküste der Westfjorde
Ein letzter Blick hinunter zum Fjord
und dann über eine staubige Piste über die Hochebene
Heute habe ich bemerkt, dass ich seit der Wegfahrt in Signau bereits 5`200 km zurückgelegt habe mit dem Filou und das ohne grössere Panne
Hier wurde die Strasse gerade neu präpariert. Wie man unschwer erkennen kann, hatte es einige Löcher...
Die Pässe weisen durchwegs Steigungen und Gefälle zwischen 9 und 14% auf. Dazu noch der zum Teil lose Untergrund. Wohlbehalten landeten wir an der Küste und schlugen unser Nachtlager in Flokalundur auf. Eigentlich wollten wir mit der Fähre nach Stykkisholmur fahren und uns den letzten beschwerlichen Teil der Fjordumrundungen sparen, aber die Fähre am heutigen Abend und beide von morgen Freitag sind ausgebucht. So bleibt uns nichts anderes übrig als die 200 km unter die Räder zu nehmen. Am Samstag muss ich um 16.30 Uhr in Keflavik sein, da Heidy mit dem Flieger ankommt.
Zeltplatz in Flokalundur
Mi
10
Aug
2011
Westfjorde
Fjordlandschaft
Von Krossnes fuhren wir zurück über Djupavik fast bis nach Holmavik zurück und dann um die unzähligen Fjorde herum. Beim Mjoifjördur stiessen wir auf eine Kolonie Seehunde, die sich am Strand tummelte.
Von dort führte die Fahrt bis nach Isafjördur, wo wir einen Zeltplatz suchten. Der Zeltplatz beim Golfplatz war bereits sehr voll. So beschlossen wir weiterzufahren bis nach Bolungarvik. Dort übernachteten wir. Einziger Nachteil bei diesem Zeltplatz waren die vielen kleinen fiesen Fliegen, die einem in Nase, Ohren und den Mund flogen. Ich war froh als ich die Türe des Filous abschloss. Drinnen hatte ich wenigstens Ruhe.
Di
09
Aug
2011
Endlich Sommer - ab in die Westfjorde
Die Nacht verbrachten wir auf dem Zeltplatz von Borgarnes. Dieser war sehr laut, da er neben einer Strasse lag. Die Nacht war klar und deshalb sehr kalt. Das Thermometer zeigte ganze 3.5°C an. Zuerst wollten wir noch in Borgarnes einkaufen, doch die Einkaufszentren öffnen erst um 10 Uhr. Zum Glück hatte die Bäckerei mit dem Team Room schon auf, so gab es wenigstens Frühstück. Gestärkt fuhren wir dann in Richtung Holmavik.
Auf Naturstrassen fuhren wir bei strahlendem Wetter den Fjorden entlang
Djupavik
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Von Djupavik führte der Weg weiter den Fjorden entlang nach Krossnes. Hinter dem Ort liegt direkt am Meer ein einzigartiges Schwimmbad. Von hier führt keine Strasse mehr weiter. Entweder man geht zu Fuss, oder nimmt ein Boot. Wenn man so im warmen Wasser liegt und aufs Meer schaut, wird einem bewusst, dass der Nordpool wohl das nächste Landstück sein wird, das man in nördlicher Richtung zu sehen bekäme.
So
07
Aug
2011
Alte Bekannte getroffen
Samstag und Sonntag war der Campingplatz in Reykjavik sehr voll. Er ist zwar nicht schön und die Toilettenanlagen lassen auch zu wünschen übrig, weil sie viel zu klein sind für die grosse Anzahl Leute. Der Platz ist also nicht schön aber dafür um so mehr ein Treffpunkt. So ist es nicht verwunderlich, dass ich dort auch alte Bekannte getroffen habe: Lutz und Gabi mit ihrem Hanomag. Wir lernten sie 2005 in Island kennen, als ich meinen Kühler zerlegt hatte.
Auf Island gibt es fast nirgends Risotto-Reis. Hier das Ergebnis mit Milchreis (natürlich ohne Milch!) Thunfisch-Champignon-Risotto mit Tomaten an Balsamico-Reduktion.
Sa
06
Aug
2011
Party in Reykjavik
Was für die Schweiz die Streetparade in Zürich ist für Island die GayPride in Reykjavik. Dieses Ereignis konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Vor dem Umzug schien die Stadt fast menschenleer. Wir spazierten durch die Gassen und hörten dem Glockenspiel der Hallgrimskirche zu.
Gay Pride
Pünktlich zum Beginn zeigte sich die lang ersehnte Sonne, der erste schöne Tag, seit 3 Wochen. Die Strassen füllten sich, es scheint als sei ganz Island nach Reykjavik gekommen. Die GayPride kann man nicht mit der StreetParade vergleichen, hier ist es ein Volksfest, gross und klein säumt bekränzt mit Ketten und Flaggen die Strassen, selbst die Kleinsten mischen da mit.
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Nach diesem ereignisreichen und interessanten Tag, wo wir lange in einem Strassenkaffee sassen und dem bunten Treiben und den Leuten zusahen, marschierten wir die halbe Stunde zum Zeltplatz zurück, wo wir uns zuerst etwas erholten, dann kochte Christian unser Nachtessen, Vollkornspaghetti mit Tomatensauce (ganz ohne Fleisch) aber sehr lecker! Danke Christian.
Während Christian kochte, schmierte ich die Blattfedern von Filou, da es wieder mächtig quietschte.
Unser feines Nachtessen
Do
04
Aug
2011
Das Wetter wird langsam besser
Heute war bei den Jungs Packen angesagt, für sie ging der Urlaub zu Ende. So führte unser Weg nach Keflavik zum Flughafen.
Danach fuhren wir für die nächsten Tage Einkaufen und dann auf den Zeltplatz in Sandgerdi. Hier planten wir nach dem Studium des Wetterberichtes die nächste Woche. Es soll schönes Wetter geben und so werden wir die Westfjorde ansteuern.
Danach schnipselte Christian Süsskartoffeln und Champignons und ich habe den Grill angeworfen.
Wir geniessen es hier noch so kochen zu können, denn wenn es dann in Richtung Hochland oder Westfjorde geht, bleibt uns nicht mehr so viel Zeit für die schönste Nebensache der Welt.
Waschtag
Di
02
Aug
2011
Erkältet ...
Nun hat es mich nach 14 Tagen Regenwetter doch erwischt und das gerade richtig. Vor lauter Niesen haben meine Mitreisenden schon bald einen Hörschaden. Wir fahren heute wieder Richtung Reykjavik, da Sven und Tom am Donnerstag zurückfliegen. Auf dem Weg nach Porlakshöfn wollten wir noch bei einem Kaffee vorbei und die tolle isländisch Kjötsuppa (Fleischsuppe) probieren.
So landeten wir wieder auf dem Zeltplat von Porlakshöfn, im Hintergrund das Schwimmbad, wo wir uns 2 Stunden in den Hot Pot setzten.
Mo
01
Aug
2011
Eigentlich wollten wir ...
Heute morgen zeigte uns Christian in der Nähe des Seljaland-Campings eine Schlucht, durch die eigentlich kein Weg führt. Wir hüpften von Stein zu Stein und waren nach jeder Überquerung stolz, nicht ins Wasser gefallen zu sein.
Ein kleiner Wasserfall
Eigentlich wollten wir danach nach Vik und auf einen der landschaftlich schönsten Campingplätze Islands fahren, zum Pakgil.
Die elektronische Windwarntafel verkündete uns, dass mit starkem Wind (13 m/s) und starken Böen (20 mm/s) zu rechnen sei. Die Fahrt war abenteuerlich, vor allem das letzte Stück vor Vik, da dieses über einen kleinen Pass führt. Oben auf der Höhe kamen die Böen von allen Seiten. In Vik assen wir etwas und fuhren dann weiter in Richtung Pakgil.
Ungezähmte Flüsse
Leider lag die Öffnung des Kessels genau in der Windrichtung, so dass der Wind unerbittlich durch den Kessel fegte und das Aufstellen eines Zeltes unmöglich machte. Da uns die Hütten zu teuer waren, entschlossen wir uns die Rückfahrt zum Seljalands Camping unter die Räder zu nehmen, denn hier fühlten wir uns wohl. Ich werde es später noch einmal versuchen, bei schönerem Wetter. Ich glaube, dass Heidy dieser Ort auch gefällt.
So
31
Jul
2011
Seljalandsfoss
Heute führte uns der Weg von Reykjavik zum Geysir und Gullfoss, wobei dieser sich wegen Regen und Nebel nur von seiner schlechtesten Seite zeigte. Wir fuhren danach an die Südküste, auf den Zeltplatz beim Seljalandsfoss.
Heisses Wasser in allen Variationen
Sa
30
Jul
2011
Von Snaefellsnes nach Reykjavik
Nach einer stürmischen Nach in Olafsvik, in der morgens um drei Uhr das Gestänge des Zeltes von Tom den Geist aufgab, obschon Christian und ich die Autos als Windblocker aufgestellt hatten, verliessen wir am Morgen um sieben Uhr den Zeltplatz, um über den Pass nach Ytri Tunga zu fahren. Dort sonnen sich normalerweise am Morgen die Seehunde auf den Felsen des Strandes.
Da es aber wie immer regnete, waren wir nicht sicher, ob wir welche antreffen würden.
Wir hatten Glück, statt wie bei schönem Wetter bis zu dreissig Stück zeigten sich doch ein halbes Dutzend. Leider konnte ich des Regens wegen nicht mit dem grossen Objektiv fotographieren. Aber ich werde ja noch einmal mit Heidy hier hin zurückkommen und hoffe, dass das Wetter besser sein wird.
Nach diesem Abstecher führte der Weg uns zurück nach Borgarnes. Als erstes kaufte sich Tom ein neues Zelt. Statt durch den Tunnel unter dem Fjord durchzufahren, entschlossen wir uns, um den Fjord herum zu fahren. Da fanden wir auch einen netten Campingplatz, der über einen riesigen Aufenthaltsraum verfügte, den meine Mitreisenden mit Auto und Zelt sehr zu schätzen wussten. Einziger Minuspunkt für Christian und mich war, dass es sehr schlechten Empfang gab, so mussten E-Mails und Tagebuch bis heute warten.
Bei solchem Wetter hält man sich besser im Wagen auf.
Nach einem ausgiebigen Frühstück beschlossen wir, den Wasserfall Glymur aufzusuchen. Dieser gilt als Islands höchster Wasserfall. Am Ende des Fjordes führt eine holperige etwa 3 km lange Piste zu einem Parkplatz. Von hier an waren Wanderschuhe gefragt. Rund 1 1/2 Stunden soll der Aufstieg dauern.
Majestätisch lag er vor uns, der Glymur
Bis nach ganz oben brauchten wir 1 1/2 Stunden. Natürlich begann es, als wir zuoberst standen gerade zu regnen. Rasch machten wir uns auf den Rückweg, denn der Pfad über die Felsen und durch den Lehm drohte glitschig zu werden. Der rasche Abstieg machte mir und meinen Knien zu schaffen. Ich werde diesen Abstieg wohl noch einige Tage spüren.
Danach setzten wir die Fahrt in Richtung Reykjavik fort, wo wir den Zeltplatz ansteuerten. Nach einer ausgiebigen Dusche machten wir uns bereit für einen Stadtbummel, denn unsere Mägen knurrten bedenklich.
Auf dem Zeltplatz in Reykjavik
In Reykjavik trennten wir uns, da die Jungs von einem Burger träumten und Christian und ich doch eher etwas anderes wollten. Wir landeten schliesslich im Hotel Reykjavik wo wir uns an einem Fischbuffet gütlich taten. Christian langte beim Dessert wohl allzu fest zu, klagte er doch etwas über "zuviel gegessen". Dieses Büffet war aber vom Allerfeinsten.
Die fröhliche Runde im Café Paris
Do
28
Jul
2011
Halbinsel Snaefellsnes
Nach der stürmischen Nacht haben wir den Zeltplatz Sandgerdi verlassen und den alten Leuchtturm von Gardur noch besucht. Da das Wetter immer noch schlecht war, beschlossen wir nach Snaefellsnes zu fahren. Auf er Fahrt nach Arnarstapi sahen wir so gut wie nichts. Der Regen vermieste uns einmal mehr das Abendessen, in dem er uns ins Zelt oder in den Camper zwang.
Am Donnerstagmorgen fuhren wir trotz des schlechten Wetters weiter, denn der Zeltplatz ohne warmes Wasser und Duschen konnte uns nicht halten.
In Hellnar, kurz nach Arnarstapi legten wir den Frühstückshalt ein. Das Kaffee liegt direkt an dem Strand und hat eine tolle Aussicht. Das wichtigste sind aber die frischen Waffeln, die es da gibt.
Danach ging es weiter in Richtung Olafsvik. Bei Djupalonssandur machten wir einen Abstecher an den Strand. Hier strandete in den vierziger Jahren ein Schiff. Die Trümmerteile liegen noch alle am Strand verstreut. Die Lavasteine sind alle ganz rund geschliffen.
Eingang zur Höhle
Nach dem Strandbesuch hatten wir die Gelegenheit, die Vatnshellir zu besuchen. Beim Eingang stand gerade eine Gruppe bereit, der wir uns anschlossen. Mit Helm und Lampe "bewaffnet" wagten wir uns in den Untergrund.
Letzte Instruktionen
Di
26
Jul
2011
Sturm ist angesagt
Heute Morgen haben Christian und ich nach dem Brötchen holen noch kurz den Hafen besucht.
Nach dem Konsultieren des Wetterberichtes haben wir uns entschlossen, Zelt und Autos auf die andere Seite des Gebäudes zu verlegen. Ab 18 Uhr haben wir Sturm und Regenböen zu erwarten.
Gerade rechtzeitig werden wir fertig und der Regen und die ersten stürmischen Winde setzen ein. Die Wartezeit bis zum Abholtermin verbringen wir damit, meinen Compi wieder auf Vordermann zu bringen. Christian als IT Experte ist dazu der richtige Mann. Der Wind wird heftig, mit 10m/s rüttelt er an der Kabine. Kurz nach 20 Uhr trifft noch ein franz. Pärchen ein, das ein Zelt aufstellen will. 4 Personen sind nötig, damit das Zelt nicht das Weite sucht, abartig!
Mo
25
Jul
2011










































































































































































































































































































