Mi

31

Aug

2011

Filou wieder "on the road"

Pünktlich um halb neun fuhren wir bei der Werkstatt vor (dem Navi sei Dank). Dort wurden wir freundlich empfangen und mit Kaffee versorgt. Nachdem der Mechaniker den Filou von vorne bis hinten kontrolliert hatte und auch nichts fand, setzte er den Druckprüfer an das Expansionsgefäss und kurz darauf konnte man hören, wie die Flüssigkeit herausspritzte. Nach der Demontage des Luftfilters war der Störefried bald gefunden. Eine Rohrverbindung mit Plastikummantelung, die dem Druck des heissen Kühlerwassers nicht standgehalten hat.

Hier der Übeltäter und die zwei neuen Röhrchen.

Christian und ich machten uns nun auf Ersatzteilsuche in Reykjavik. Solche Schlauchnippel schien es nirgends zu geben in diesem Durchmesser. Man half uns mit zwei Alurohrstücken aus, die wir nicht einmal bezahlen mussten. Zurück in der Garage, fräste der Mechaniker noch Rillen hinein, dass der Schlauch auch ja nicht abrutscht.

Bereit zu Einbau.

Bald war das Teil eingebaut. Dem Mechaniker entging nicht, dass noch ein zweites solches Rohrstück eingebaut war. Er wechselte dieses auch gerade aus, damit mich nicht noch einmal das gleiche Schicksal ereilt.

Kurz vor Mittag waren wir mit dem geflickten Filou wieder auf dem Zeltplatz in Reykjavik. Ich war sehr erleichtert, dass es nur ein Schlauch war und nicht etwa der Zylinderkopf oder die Dichtung, das hätte mehr Arbeit und mehr Kosten verursacht.

A prpos Kosten: 1 Stunde Arbeit und 2 Liter Kühlflüssigkeit wurden mir verrechnet: 11`000 Kronen, das entsprich 77 Fr.

Ich möchte nicht wissen, was ich in der Schweiz in einer IVECO-Vertretung bezahlt hätte.

Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie freundlich und hilfsbereit die Isländer sind, wenn man in Not ist, auch wenn sie manchmal von aussen rauh und unnahbar wirken. Man muss nur auf sie zugehen und das "Takk fyrir" (Danke)

ist hier in Island noch etwas anderes als bei uns, man sagt es nicht nur, sondern lebt es auch. Es ist nicht alles so selbstverständlich wie oft bei uns zu Hause.

Eigentlich sollte das Bild den Titel tragen: So campt eine Frau ...

Auf dem Zeltplatz trafen wir zum dritten mal Alma mit ihrem VW-Bus an, sie musste ihre Essbox, die sich in ihre Einzelteile auflösen wollte, reparieren.

Dass da mit Hammer und Nägeln nichts mehr zu machen war, sahen wir schnell und Lutz hatte auch einen passenden Spanngurt dabei.
Der Fairness halber hier das Resultat, der aufgeräumte Bus von Alma. Nun hat sicher auch noch das neu erworbene Islandpferd darin Platz ;-)
Schon fast beängstigend sauber ...

Christian hat hier in Reykjavik seinen Kumpel Sven wieder aufgeladen, der den Laugavegur gewandert war. Da er morgen Donnerstag abreist, fuhren wir nach Grindavik, um näher am Flughafen zu sein und vor allem auch weil es da eine gute Pizzeria "Mamma mia" gibt. Filou hätte sich auch eine Pizza verdient.

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