Sa

30

Jul

2011

Von Snaefellsnes nach Reykjavik

Nach einer stürmischen Nach in Olafsvik, in der morgens um drei Uhr das Gestänge des Zeltes von Tom den Geist aufgab, obschon Christian und ich die Autos als Windblocker aufgestellt hatten, verliessen wir am Morgen um sieben Uhr den Zeltplatz, um über den Pass nach Ytri Tunga zu fahren. Dort sonnen sich normalerweise am Morgen die Seehunde auf den Felsen des Strandes.

Da es aber wie immer regnete, waren wir nicht sicher, ob wir welche antreffen würden.

Wir hatten Glück, statt wie bei schönem Wetter bis zu dreissig Stück zeigten sich doch ein halbes Dutzend. Leider konnte ich des Regens wegen nicht mit dem grossen Objektiv fotographieren. Aber ich werde ja noch einmal mit Heidy hier hin zurückkommen und hoffe, dass das Wetter besser sein wird.

Seehunde bei Ytri Tunga

Nach diesem Abstecher führte der Weg uns zurück nach Borgarnes. Als erstes kaufte sich Tom ein neues Zelt. Statt durch den Tunnel unter dem Fjord durchzufahren, entschlossen wir uns, um den Fjord herum zu fahren. Da fanden wir auch einen netten Campingplatz, der über einen riesigen Aufenthaltsraum verfügte, den meine Mitreisenden mit Auto und Zelt sehr zu schätzen wussten. Einziger Minuspunkt für Christian und mich war, dass es sehr schlechten Empfang gab, so mussten E-Mails und Tagebuch bis heute warten.

Bei solchem Wetter hält man sich besser im Wagen auf.

Nach einem ausgiebigen Frühstück beschlossen wir, den Wasserfall Glymur aufzusuchen. Dieser gilt als Islands höchster Wasserfall. Am Ende des Fjordes führt eine holperige etwa 3 km lange Piste zu einem Parkplatz. Von hier an waren Wanderschuhe gefragt. Rund 1 1/2 Stunden soll der Aufstieg dauern.

Etwa nach einer halben Stunde versperrten uns Felsen den Weg
Nach dem Einziehen des Kopfes standen wir in einer grossen Höhle
Riesiges Fenster mit Ausblick ins Tal
Kaum 5 Minuten später erwartete uns die nächste Überraschung
Gewaltig war der Blick zurück ins Tal
Majestätisch lag er vor uns, der Glymur

Bis nach ganz oben brauchten wir 1 1/2 Stunden. Natürlich begann es, als wir zuoberst standen gerade zu regnen. Rasch machten wir uns auf den Rückweg, denn der Pfad über die Felsen und durch den Lehm drohte glitschig zu werden. Der rasche Abstieg machte mir und meinen Knien zu schaffen. Ich werde diesen Abstieg wohl noch einige Tage spüren.

Danach setzten wir die Fahrt in Richtung Reykjavik fort, wo wir den Zeltplatz ansteuerten. Nach einer ausgiebigen Dusche machten wir uns bereit für einen Stadtbummel, denn unsere Mägen knurrten bedenklich.

Auf dem Zeltplatz in Reykjavik

In Reykjavik trennten wir uns, da die Jungs von einem Burger träumten und Christian und ich doch eher etwas anderes wollten. Wir landeten schliesslich im Hotel Reykjavik wo wir uns an einem Fischbuffet gütlich taten. Christian langte beim Dessert wohl allzu fest zu, klagte er doch etwas über "zuviel gegessen". Dieses Büffet war aber vom Allerfeinsten.

Gestricktes Fahrrad in Reykjavik

Zum Abschluss trafen wir uns im Café Paris, wo wir den Tag ausklingen liessen und den Leuten zusahen, die an uns vorübermarschierten und wir sparten auch nicht mit unseren Kommentaren.

Die fröhliche Runde im Café Paris
Zurück auf dem Zeltplatz freut sich Christian über den guten 3G Empfang. Endlich wieder ins Netz ...

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

  • loading